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Donnerstag, 29. September 2011

In der Falle, Teil 2

Nachdem die Spinne eine Zeit lang weiter oben im Netz verharrt und ihre Beute beobachtet hatte, diese sich nicht mehr regte, kletterte sie daraufhin wieder zu ihrem Opfer.



Sie drehte nun mehrmals ihr Opfer hin und her und sponn es noch weiter ein.
Links unten ist noch eine kl. Fliege zu erkennen, die man mit bloßem Auge, steht man vor dem Netz, kaum erkennt, weil sie winzig klein ist. Solche Winzlinge muss die Spinne nicht einspinnen, sie haben sowieso keine Chance, dem klebrigen Netz zu entkommen und sind wohl auch nur ein Nachtisch für die Spinne.



Jetzt begann die Spinne, ihre Beute nach oben zu transportieren.


Und auch dieser Vorgang ging rasend schnell vonstatten. Sie war jetzt bereits über dem Fenster, vor der Rückwand der Gartenhütte, kurz unterhalb der Regenrinne. Ein Flügel der Biene schaut aus dem Kokon heraus.


Dann verschwand sie mit ihrer Beute in ihrem Versteck. Das letzte Foto wurde leider total unscharf, weil es unter der Regenrinne dunkel war, ich mit dem Makroobjektiv frei aus der Hand fotografierte und ich jetzt die längere Belichtungszeit nicht mehr halten konnte.

Erst, wenn die Sonne richtig schön auf ihr Netz scheint, kommt sie tagsüber aus ihrem Versteck.
Heute habe ich sie mal aus einer seitlichen Perspektive fotografiert, man sieht sie hinter dem Netz hängen.
Sie hat auch mehrere Fäden und weitere kleine Netze zur Wand, die man im Hintergrund sieht, gesponnen, also richtig raffiniert, mehrere Fallen aufgebaut.
Und auch heute ging ihre Beutestrategie wieder voll auf.


Sie hat ihr Netz in der Tat an der richtigen Stelle angebracht.

Heute am frühen Morgen, als noch keine Sonne auf das Netz schien, hat mein Mann mal mit einem kl. Stöckchen an den Netzfäden gerüttelt. Ruckzuck kam sie aus ihrem Versteck am Netz nach unten gekrabbelt, wobei das wirklich kein Krabbeln ist, sie ist rasend schnell in ihren Bewegungen. Das Stöckchen klebte noch am Netz, kurz davor hielt sie an und merkte, dass es keine Beute war, sie krabbelte wieder nach oben.
Mein Mann wiederholte das Spiel, aber sie merkte, dass sie wohl veräppelt wurde und ignorierte das erneute Rütteln am Netz.

Ich bin gespannt, wie lange sie bei uns bleiben wird.



Kommentare:

  1. Wow, was für eine tolle Fotostory. Die Spinne ist aber auch ein wunderschönes und sicher auch großes Exemplar. Toll gesehen und abgelichtet. Vielen Dank für's Zeigen.

    Liebe Grüße

    Vera

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  2. Obwohl ich Spinnen ja so grauslig finde, habe ich mich hier reingewagt und tapfer deine Fotostory geguckt und gelesen.
    Das ist wirklich interessant, ganz toll

    Ich mag aber trotzdem keine Spinnen *gg*

    Liebe Grüße
    Britta

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  3. Die Fortsetzung ist auch genial liebe Christa und mal schauen, wie lange sie es bei euch aushält. LG Sylvia

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  4. Also liebe Christa, das sind hervorragende Fotos, was für den Bio-Unterricht.
    Vor allem der Hintergrund trägt dazu bei, daß alles so toll wirkt.
    Das letzte Foto mit dem eingesponnen Insekt und den Verankerungen ist toll.

    LG
    Brigitte

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  5. Dankeschön, dass ihr meine kl. Spinnenstory mit Interesse verfolgt habt, freu.

    Vera, die ist gar nicht groß, der Körper hat die Größe einer Biene.

    Britta, tapferes Mädchen, knuddel. :-)

    Brigitte, dass genau hinter dem Netz das Fenster der Gartenhütte ist, ist wirklich ein Glückstreffer.

    LG Christa

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