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Samstag, 15. September 2012

Vom Loch zum Windrad

Auch unsere Bauern denken umweltfreundlich. :-)


Auf diesem Foto sieht man jetzt 4 der 7 Windräder, die in zwei Blöcke geteilt sind. Rechts von den beiden rechten Windrädern steht ein 3. Windrad, noch weiter rechts wird jetzt das insgesamt 8. Windrad gebaut, danaben wird noch das 9. folgen.  Links von den beiden linken Windrädern befinden sich 2 weitere. Dazwischen führt eine Landesstraße hindurch. Diese 7 Windräder stehen entlang der Hohen Straße, die im Regionalpark Rhein-Main eingebettet ist und im Mittelalter eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Frankfurt/M. und Leipzig darstellte. Heute ist die Hohe Straße ein wunderschöner Wander- u. Fahrradweg und der ganze Regionalpark ein Erholungsgebiet.


Auf dem Foto oben seht ihr zwischen den beiden Windrädern noch einen Sendemasten. Genau hier befand sich eine Radarstation, die zu einer Natoeinheit gehörte mit einer großen Kaserne und einer Raketenabschussbasis. Ein Glück ist dies inzwischen alles aufgelöst worden. Ansonsten ist hier noch Natur pur. Die rechten Windräder stehen auf dem sogenannten Galgenberg, darüber berichte ich noch, die linken Windräder auf dem Gelben Berg, es sind jeweils die höchsten Erhöhungen um unsere Gemeinde. Daher hatte hier die Nato auch ihre Radarstation, man hat von hier einen extem weiten Rundumblick zu den Mittelgebirgen Taunus im Westen, Vogelsberg im Norden, Spessart im Osten.

Als die 7 Windräder in 2009 fest geplant waren, schlugen die Wellen hoch in unserer Gemeinde, denn es gab massive Gegner, genau aus den Gründen, die Arti/Vera im posting zuvor anführte. Es wurden Unterschriften gesammelt gegen die Windräder und Klagen eingereicht. Wer möchte, kann das hier nachlesen.
Die bisher 7 Anlagen produzieren mit 14 Megawatt im Jahr rund 37,5 Mio Kilowattstd. Strom, was den gesamten Strombedarf aller Bürger unserer Gemeinde inkl. der einheimischen Industrie deckt. Dadurch können jährlich 22.000 t  CO2-Emissionen eingespart werden.
Am 18.04.2010 ging das 1. Windrad ans Netz.

Klickt auf dieser Seite mal das Video an, es ist sehr interessant.

Die 7 Windräder sind vom Typ Enercon E82 und sind schon richtige Monster, danach könnt ihr googeln, das 8. und 9. Windrad setzt noch eins obendrauf.


Vera, du siehst, dagegen sind eure noch recht klein.
Gerade weil die Windräder an dieser besagten Hohe Straße liegen, dachte man, dass dies sich auf das Erholungsgebiet, Fauna und Flora negativ auswirken würde. Es ist nicht der Fall. Auch sind sie definitiv nicht laut, was aber auch ein wenig windrichtungsabhängig ist. Läuft man dicht an dem Windrad vorbei, hört man schon ein Summen, was sich bei extem starken Wind verstärkt, aber bisher hat sich im Ort noch niemand über Lärmbelästigung beschwert, auch ist im Ort kein Schattenwurf feststellbar. Eisabwurf habe ich selbst noch keinen erlebt, aber am Windrad sind dementsprechend schon Warnschilder angebracht.

Man nimmt der Natur ein Stück weg, aber es wird ihr an anderer Stelle wieder etwas gegeben. Es werden weitere Brutröhren aufgestellt für Steinkäuze.


Diese hier befinden sich an dem Weg, den ihr im letzten posting gesehen habt oder es werden wieder Teile der Flüsse renaturiert. Bisher konnte man auch durch die Windräder noch keine Beeinträchtigung von Tieren beobachten und in meinen Augen verschandeln sie auch nicht wirklich die Natur, sie stehen vereinzelt und nicht zu Hunderten auf einem Platz.

So jetzt noch 4 Bilder von gestern Abend, die Verwehrung wurde komplett mit Beton befüllt und dieser ist schon abgetrocknet.



Auf dem vorletzten Foto ist in der Mitte des Rondells eine Öffnung zu sehen und da blicken wir jetzt hinein.


Es gab/gibt also eine äußere Verschalung und eine innere und Beton wurde nur in den Ring gefüllt.
Auf dem nächsten Foto sieht man noch mal schön den Lauf  an der inneren Verschalung.


Die Verwehrung dieses Windrades ist jetzt etwas anders erfolgt als bei den bereits vorhandenen Windrädern, was vermutlich mit dem anderen Typ Windrad, seiner Größe und Leistung zusammenhängt.

Diesr Stachelpeter begegnete mir in der Nähe der Windräder in einem Garten mit Strohblumen. Ein schöner Rücken kann halt auch entzücken. *g*


Habt alle ein schönes Wochenende. :-)

Kommentare:

  1. Liebe Christ
    Das hast Du schön erklärt. Irgenwo muß unsre Strom ja her kommen. Kernenergie ist zu gefährlich....
    Kohlekraftwerke verpesten die Luft und sind mir persönlich unheimlich.
    Hier in der Nähe ist eines und wenn wir dort fahren, bekomme ich ehrlich gesagt Angst. Was die an Schmutz in die Luft jagen, oh man, das geht man gernicht.

    Wind- und Solarenergie finde ich ok, doch dafür ist unser komplettes Netz garnicht ausgestattet um den überschüssigen Strom aufzunehen...

    Es muß Seitens der Regierung noch viel getan werden, ohne Rücksicht auf Konzerne und Lobbyisten.

    Ein Schritt in die richtige Richtung...denke ich.
    Danke für den interessanten Bericht.

    Hab einen gemütlichen Abend und liebe Grüße
    Angelika

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    1. Es stimmt, dass die erzeugte Windkraft nicht komplett ins Netz aufgenommen werden kann auf Grund dessen, dass das Netz bundesweit nicht ausreichend ist. Hier ist Handlungsbedarf und zwar schnell.

      LG Christa

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  2. Liebe Christa,

    irgendwie finde ich das Schild lustig - Sonnenkraftwerk Rübe. Dein Bericht war auf jeden Fall sehr interessant und Deine Aufnahmen einfach super. Was mich aber wundert, dass Du so Dich an die Baustelle konntest, um diese tollen Bilder machen zu können.

    Der Stachelpeter sieht ja wirklich zum Piepen aus. Als ob ihm am Hinterteil die Haare ausgehen.

    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. Die Baustelle ist durch einen Zaun ringsum gesichert, aber man kommt schon nah heran.

      LG Christa

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  3. Liebe Christa,
    da hast du das sehr toll erklärt für Laie mit Windräder und jetzt finde ich es gut so wie es ist..
    Intressant wie es hoch gezogen wird so ein Windrad!
    Der Staechelpeter sieht ja lustig aus so nah!
    Schönen Sonntag wüsnche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

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  4. ein interessantes Thema. Danke für deine Informationen.
    Schön dass für die Steinkäuze Brutröhren aufgestellt werden. Im Zusammenhang mit Hellas Montagsmalerei habe ich mir Bilder von Eulen angesehen ... und auch Steinkäuze kennengelernt *g*.
    Der Stachelpeter hat ja wirklich einen entzückenden Rücken ;-)

    ich wünsche dir eine gute Nacht - lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  6. Hallo Christa,

    wir befinden uns in einem Umbruch der Energien und ich denke egal, welche Energieformen sich etablieren möchten, wird es immer Gegner geben. Beispiel: Bei Windenergie soll es laut sein sagen in unmittelbarer Nähe wohnende Bürger. Der Tierschutz sagt, dass die Vögel und Fledermäuse irritiert sind und in die Windräder fliegen und umkommen. Auch Kosten spielen eine Rolle. Und so geht es weiter und weiter. Viele Menschen haben Bedenken oder Einwände, aber ich glaube, dass Wind, Sonne und Wasser genügend Energie für unser Land geben, ohne das wir unsere Umwelt zerstören.

    Viele liebe Grüße
    Nachtfalke

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    1. Hallo Nachtfalke,

      im Grund genommen irritiert der Mensch die Tierwelt mit ziemlich allem, was Mensch so baut. Wie oft ist schon ein Vogel gegen eine Fensterscheibe geflogen und musste sein Leben lassen. Das ist nur ein kleines Beispiel, die Wirkung ist die gleiche.
      Unsere Energie muss irgendwo herkommen und wir müssen bemüht sein, einen guten Weg zu finden, der Mensch, Flora und Fauna gerecht wird. :-)

      LG Christa

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  7. Das war mal wieder ein sehr interessanter Bericht und selber habe ich auch mal unter so einem Windrad gstanden, es ist wirklich nicht laut.
    Immer mehr wird auch darauf geachtet, dass diese Windräder nicht in die Wälder gebaut werden und keine Schneisen bilden, man ist sich schon einig mit der Natur, so wie du es beschreibst.
    Die Igelfliege hast du ganz wundervoll fotografiert, auch wenn sie uns den Popo zeigt. Mit Makroobjektiv?
    Auch dir wüsche ich einen schönen Sonntag, bin morgen mal wieder wunterwegs.

    LG Mathilda ♥

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    1. Tilda, die Igelfliege habe ich mit einem Telezoom-Objektiv, 300 mm, fotografiert, ich hatte, da ich unterwegs war, das Makro nicht mit dabei.

      LG Christa und dir heute einen schönen Ausflugstag. :-)

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  8. Liebe Christa,
    ich habe sehr aufmerksam Deinen Bericht gelesen.
    Winderräder in dieser Größe habe einen Einfluß auf die Natur, wie ich selbst gesehen habe. Ich habe die toten Vögel auf der Amherst Insel im Ontario See gesehen und war bestürzt und traurig, über den toten Goldenen Adler, mit dem zerschmetterten Flügel, der unter einem Windrad lag. Vor unserer Steilküste, am Ontario See, sollen 60 Windräder in den See gebaut werden, ca. 2km vom Land entfernt. Die Windräder, stehen dann genau in der Flugschneise von Tausenden von Zugvögeln, die Tag und Nacht, über den See fliegen. Das wäre eine Naturkatastrophe. Ich gehöre zu den erbitterten Gegnern, die den Bau von Windrädern, vor unserer Küste verhindern wollen. Es tut mir leid, aber ich kann nicht zusehen, wie die Natur zerstört wird. Es gibt Fotos, von unserer Steilküste, wo wir auch wohnen, hier zu sehen:
    http://guildwood.blogspot.ca/
    LG Gisela

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    1. Hallo Gisela,

      dass Windräder dieser Größenordnung in dieser geballten Anzahl große Schäden verursachen können, wenn sie dann auch noch in der Einflugschneise von Zugvögeln stehen, das kann auch ich gut nachvollziehen und in diesem Fall Wäre ich auch strikt gegen die Windräder, zumindest an dieser Stelle.

      Es gibt aber mit Sicherheit auch Stellen, wo sie weniger Schaden anrichten würden.

      Wir müssen einfach enorm umdenken und vor allen Dingen darf in diesen Dingen nicht nur das Geld und Gewinne an erster Stelle stehen.

      LG Christa

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    2. Liebe Christa,
      Du schreibst...
      Es gibt aber mit Sicherheit auch Stellen, wo sie weniger Schaden anrichten würden.

      Wir müssen einfach enorm umdenken und vor allen Dingen darf in diesen Dingen nicht nur das Geld und Gewinne an erster Stelle stehen.
      Da stimme ich Dir zu!!

      Aber es ist immer zu bedenken,
      wenn die Menschen die Natur zerstören, zerstören sie sich selbst.
      LG Gisela.

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  9. Es war mal wieder sehr interessant, liebe Christa. Klasse erklärt und beschrieben kommt man deinem Stück Heimat auch sehr nahe.

    Ich kann mich auch noch an diverse Unterschriftensammlungen erinnern als vor Jahren in D. bei mir in der Nähe das erste Windrad schräg gegenüber gebaut werden sollte. Sicherlich konnte man, je nach Windrichtung, den Flügelschlag hören, und je nach Sonnenschein war auch der Schatten immer zu sehen. Landwirte hatten Bedenken dass die Kühe weniger Milch geben würden usw. ff. Mag ja sein dass Tiere sich daran gewöhnen müssen, aber sich immer und gegen Alles zu sträuben....

    Kernenergie wird abgelehnt, Windkrafträder werden abgelehnt, Biogasanlagen werden abgelehnt.....


    Haben die Menschen sich eigentlich schonmal gefragt wo die Energie herkommen soll??? Irgendwo muss ein Anfang gemacht werden und Alternativenergien sind superwichtig. Natürlich müssen da viele Dinge berücksichtigt werden und nicht nur wegen des guten Windes ein Standort bestimmt werden.

    An einen Tisch setzen, gemeinsam erarbeiten und die Naturaspekte einfließen lassen....aber das wird ein Wunschtraum bleiben.


    Dir noch einen tollen Sonntag und liebe Grüße

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    1. Du schreibst mir aus der Seele, Nova.....
      An einen Tisch setzen und überlegen, was zum Wohle aller das Beste ist und dementsprechend handeln.
      Vielleicht begreift es die Menschheit ja doch noch einmal.


      LG Christa

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  10. Liebe Christa,
    dass man die Windräder nicht hört, kann ich leider nicht bestätigen. Wir wohnen ja ziemlich nahe dran und in manchen Nächten sind sie wirklich nervig laut. Auch von Anwohnern im Wasserweg haben wir erfahren, dass die Windräder sie schon um den Schlaf gebracht haben...
    LG Angelika

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    1. Hallo Angelika,

      ja, ihr seid an dem einen Windrad noch ein Stück näher dran als wir. Wir bekommen in der Tat nichts davon mit und wie ich selbst ja schon schrieb, kann das bei entsprechender Windrichtung auch anders aussehen.
      Haben den die direkt Betroffenen dies mal an entsprechenden Stellen zur Diskussion gebracht?


      LG Christa

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  11. Hallo Christa
    rein vom DENKEN ist es sauber..aber so richtig glauben kann ich das nicht..das mit den toten Vögeln habe ich auch schon laut Zeitungsbericht gesehen/gelesen.Hier im Norden stehen genung von diesen Dingern..Bei uns über den See gesehen,kann man sie bewundern und das Licht blinkt rot an aus..:(
    ..gebrannt haben auch schon einige und die Feuerwehr ist hilflos und schaut zu wie es brennt.
    einen LG vom katerchen

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    1. Hallo Katerchen,

      bei euch im Hohen Norden habe ich ja auch schon die vielen Windparks gesehen und manche kamen dort auch mir ziemlich laut vor, gerade eben, wenn so viele dicht an dicht stehen.
      Denkt auch mal dran, wie viele Vögel jedes Jahr ihr Leben lassen müssen durch die Stromleitungen, die über alle Länder gespannt sind.

      Ich will mit Sicherheit nichts verschönen, aber ein Fukushima wollen wir wohl alle nicht erleben wollen oder?
      Oder will jemand vor der Haustür ein Endlager für atomaren Müll haben?

      Es hilft nichts, wir müssen umdenken und alles tun, um erneuerbare Energien umzusetzen.

      Irgendwo muss der Strom ja herkommen, sonst müssen wir uns alle von vielen Dingen verabschieden.

      Ein Thema, was die Wogen hochschlägen lässt, aber wir müssen uns einfach Gedanken machen.

      Und Ansätze dazu gibt es. In ein paar Gemeinden weiter von uns entfernt, sollte ebenfalls ein neues Windrad gebaut werden. Es wird an dieser Stelle aber jetzt nicht gebaut, da der Milan dort brütet. Es wird also auch an die Natur gedacht und vielleicht findet sich jetzt doch noch ein Plätzchen, wo kein Vogel direkt gestört wird.

      Liebe Grüße
      Christa

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    2. Hallo Christa
      ich möchte auch kein Atomstrom..darum geht es nicht.es ist alles ein schöner Plan,nur für mich ist diese Sache nicht richtig durchdacht.VERSUCHE,ja man muss es versuchen,aber doch bitte bei einer so großen Sache zusammen,da ist für mich Europa gefragt die Welt und nicht hier etwas und da etwas.
      Was ist bei uns klappt es mit dem GESUNDEN Strom ohne die Umwelt zu belasten und in Frankreich geht ein Meiler in die Luft..nur mal böse gefragt..das ist was ich ankreide.oder der Mais wird verheizt und viele Menschen hungern.
      Wir werden es nicht lösen,aber es ist gut wenn man es sagen kann was man denkt.
      Auf unserem Dach sind auch Solarzellen..das ich die Natur liebe brauche ich DIR nicht sagen.

      Kompromisse muss man Überall machen.

      einen ganz lieben Gruß zu Dir Christa Dein Bericht war klasse und die Bilder auch ..aber sie haben mich auch nachdenklich gemacht.

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  12. ¸.•°`♥✿⊱╮

    Esta última foto é um show!!!
    Boa semana!
    Beijinhos.
    Brasil

    彡♡♡♡

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  13. guten morgen liebe Christa
    eine wunderbarer Eintrag.Ich glaube zwar auch nicht alles,aber was kann man tun?
    ganz ganz lieben gruss Christa

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  14. Hallo liebe Christa,

    und herzlichen Dank für den informativen Bericht, in dem du meine Anmerkung noch einmal aufgegriffen hast.
    Allerdings ist mir nicht klar, wie nah du nun genau, bzw. einige der Kommentarschreiber nun an den Windrädern wohnen. Bei uns sollen sie 100 m vom Ortsrand entfernt gebaut werden. Bis zum nächsten Ort wäre reichlich Platz, aber die Bauern wollen wohl ihre Felder nicht für 'en Appel und 'en Ei verkaufen.
    Da spielt wie fast immer das Geld eine große Rolle und in den Orten, wo bei uns die wirklich Reichen wohnen, stehen durch Lobbyarbeit und "eine Hand wäscht die andere" bis heute keine Windräder, während wir schon eine Biogasanlage vor der Dorf-Haustür stehen haben (ca. 500 m).
    Sie sieht zwar relativ klein und unscheinbar aus, stinkt auch nicht allzu oft, aber dafür gehen ganz andere Gefahren von ihr aus. Laut unserem Bürgerverein, werden dort nicht nur Mais und Grünroggen, sondern auch Hühnermist und Jauche verarbeitet. Nun soll niemand denken, dass sich alles komplett in Energie und Wohlgefallen auflöst! Auch Biogasanlagen produzieren Abfälle, die entsorgt werden müssen. Diese werden auf den umliegenden Flächen ausgebracht oder in andere Gegenden verfrachtet und enthalten Botulismuskeime. Tödliche Bakterien, die in der Anlage Sporen bilden und sich dann außerhalb wieder entwickeln.
    Hier zwei Links zum nachlesen:

    1. Wie die Keime in die Anlage kommen:

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/wirtschaft_soziales/markt6959.html

    2. ein unerforschter Kreislauf

    http://blog.fjk-net.com/gescherblogneu/wordpress/?p=7665

    Ich bin zwar nicht für Atomkraft, aber auch nicht für andere noch unerforschte Folgen, die jetzt als Non-Plus_Ultra der alternativen Energien deklariert werden. Auch uns könnte die Strahlung eines belgischen und auch französischen AKWs treffen, was nützt uns dann die alternative Energie in der BRD, solange nicht ganz Europa mitzieht?

    So, jetzt genug palavert, schade, dass du für die Igelfliege dein Makro nicht dabei hattest, dafür sieht die Strohblume wunderschön aus.

    LG Arti

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  15. Zu diesem komplexen Thema möchte ich noch einige Gedanken äußern.

    Gisela schrieb: "Aber es ist immer zu bedenken,
    wenn die Menschen die Natur zerstören, zerstören sie sich selbst.
    LG Gisela."

    Das ist richtig, Gisela, aber diese Antwort und dieser Gedankengang allein löst das anstehende Problem nicht.

    Wir stehen morgens auf, drücken auf den Knopf unseres Computers und ruck-zuck kommunizieren wir mit der ganzen Welt.
    In unseren Steckdosen stecken überall Stecker, die an Geräte angeschlossen sind, die uns Arbeit abnehmen oder erleichtern, sei es die Kaffeemaschine, der Toaster, die Geschirrspülmaschine, der Herd mit Backofen, die Waschmaschine. Ich glaube, hier alles aufzuführen, was Strom benötigt, würde den Rahmen sprengen, aber ihr wisst es alle selbst, schaut ihr euch in eurem Zuhause um.
    Der Kühlschrank trägt dazu bei, dass wir unsere Lebensmittel kühlen und länger aufbewahren können.

    Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Lebensjahre, wo wir zu Hause keinen Kühlschrank hatten. Butter bewahrte meine Mutter in einem Tongefäß auf, was einen Rand hatte, in den kaltes Wasser gefüllt wurde und das Gefäß, wie auch manche anderen Sachen, stellte sie dann in den Keller, der einen gestampften Lehmboden hatte. Es funktionierte auch damals so einiges, aber ich hörte sie auch immer wieder jammern, wenn ganz schnell die Milch, die sie nebenan beim Bauern immer frisch holte, im Sommer umkippte und sauer wurde.

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  16. Wie schön ist es, eine Gefriertruhe oder einen Gefrierschrank zu haben, um all die Sachen, die wir im Garten ernten, einzufrieren zu können, um für den Winter gerüstet zu sein oder eben auch einfach mal andere Vorräte anzulegen.

    Im Winter wollen wir es schön warm haben, aber unsere Heizungen benötigen ebenfalls Strom. Das warme Wasser soll auch rund um die Uhr verfügbar sein, wieder sind wir vom Strom abhängig.

    Wie selbstverständlich drücken wir morgens oder abends, wenn es noch dunkel ist oder wird, auf jeden Lichtschalter und wie von Zauberhand ist es hell.

    Er ist einfach da, der Strom, non-stop und rund um die Uhr.

    Ich erinnere mich auch an einen totalen Stromausfall, den wir vor einigen Monaten am Abend hatten. Der TV flimmerte noch einmal kurz auf und dann war rabenschwarze Nacht, auch auf den Straßen, nirgends brannte Licht, wirklich stockdunkel.
    Zum Glück wusste ich, wo die Taschenlampe lag und konnte damit dann erst mal Kerzen aus den Schränken holen, um wenigstens etwas sehen zu können.
    Spätestens in einer solchen Situation wird uns klar, wie abhängig wir vom Strom sind und das jetzt nur im ganz privaten Umfeld. Nun spiele man das mal weiter auf unsere gesamte Industrie und Wirtschaft, Krankenhäuser etc.

    7 dieser Windräder reichen aus, um unsere Gemeinde mit Strom zu versorgen. Im Abstand von 5, 6 und 7 km gibt es aber weitere solcher Gemeinden. Klartext: auch sie bräuchten die gleiche Anzahl an Windrädern, um gerechnet auf ihren Strombedarf. 15 km entfernt ist eine Millionenstadt, wie viele Windräder müssten wir denn jetzt errichten?

    Windkraft alleine ist nicht die Lösung, aber eben eine.
    Gesehen habe ich auch schon zahlreiche Solarzellenfelder, aber auch sie stören viele Anwohner. Inwieweit sie nun Fauna und Flora wirklich beeinträchtigen, vermag ich nicht zu beurteilen.
    Wasserkraftwerke wollen wir in und an unseren Bergseen auch nicht haben.
    Und auch Biogasanlagen haben ihre Tücken und wir denken sofort an Verunreinigungen und evtl. Geruchsbelästigungen.
    Immer dann, wenn wir etwas direkt vor unserer Haustür haben, stört es uns. Ist es weiter weg, ist das nicht unbedingt der Fall.

    Wir sehen, dieses Thema ist weitaus komplexer, als wir es uns überhaupt vorstellen können.

    Katerchen, deine Zeilen , dass man es zusammen versuchen sollte, das wäre nur mehr als wünschenswert, aber unser sogenanntes Vereintes Europa ist leider nicht vereint, da bastelt jeder einfach munter vor sich hin. Wie willst du das erreichen, dass alle an einem Strang ziehen, wenn wir es nicht mal schaffen, die Probleme in unserem Land zu lösen. Wir sind uns doch schon hier nicht einig.
    Ich muss gestehen, ich habe selbst keine wirkliche Idee, wie wir das alles hinbekommen sollen, welches die besten Alternativen sind zur Atomenergie und vor allen Dingen, wie sich dies alles optimal im Einklang mit der Natur umsetzen lässt.

    Vera, gerade eben, wo ich am Schreiben bin, kommen deinen Zeilen herein. Vieles ist mit dem, was ich schon geschrieben habe, beantwortet.
    Deinen zweitletzten Satz kann ich so nicht teilen. Er entspricht zwar der Realität, aber wenn nicht einer zumindest versucht, etwas zu ändern, dann werden es andere auch nicht tun.
    Unsere Kreisstadt macht ganz gute Ansätze in dieser Richtung, indem sie Workshops veranstaltet, wo jeder die Möglichkeit hat, aktiv mitzuwirken, Ideen einzubringen, wie solche Probleme (gerade auch vor der Haustüre) bewältigt werden können.

    Es bleibt also noch viel zu tun, bis wir das Energieproblem gelöst bekommen.
    Das war jetzt viel Text, aber einfach nur meine Gedanken dazu.


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  17. Vera, ich weiß jetzt nicht genau, wie weit die Entfernung vom Windrad zum nächsten Anwohner ist, ich werde das noch mal recherchieren.
    Du siehst bei euch, wie schwierig es ist, die einzelnen Interessen eurer Bewohner unter einen Hut zu bekommen. Die einen wollen kein Land abgeben, die anderen bekommen kein Windrad vor die Nase gesetzt, weil sie einer Lobby angehören, die es weiß, dies zu verhindern.
    Ehrlich gesagt, es ist manchmal zum Mäusemelken und man mag gar nicht darüber nachdenken.

    LG Christa

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  18. interessant.
    sehr schöner lesenswerter beitrag christa (:!

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  19. einfach toll die Fortsetzung deines Beitrags - sehr interessant und wieder so tolle Fotos - klasse.
    Liebe Grüße, Gina

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