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Mittwoch, 10. Oktober 2012

Rhein-Main-Regionalpark Kunst u. Natur

Im letzten Post zeigte ich euch den Raben, der im Bereich der Kiesgruben in Weilbach zu finden ist.
Wir bleiben in dieser Gegend, fahren ein paar Kilometer weiter, denn wir wollen weitere Kunstwerke, eingebettet in die Natur, sehen und landen hier:



Die Gegend um Flörsheim (Weilbach u. Wicker sind Stadtteile von Flörsheim) gehört schon zum Weinbaugebiet des Rheingaus.

Bevor wir zur St. Anna Kapelle laufen, begegnet uns dieses Rohr.


Das 1. Kunstobjekt "Tele-Visionen" der Künstlerin, Ingrid Horneff, aus Hofheim/Ts., zeigt uns einen Gegensatz an:  "Edles versus Nichtedles".
Was es damit auf sich hat, das erzähle ich später noch.


Was ist das?


Das ist unser Objekt der Begierde. Doch, bis wir dorthin gelangen, müssen wir ein bisschen laufen und zwar hier hinauf. Oben erblicken wir die St. Anna Kapelle. Einige Meter hinter uns befindet sich ein beliebtes Ausflugslokal, die Wiesenmühle und der Weinberg, der jetzt hinauf zur Kapelle führt, ist mit knapp 1 ha Fläche die kleinste Weinanbaueinzellage des Rheingaus.



Die Kapelle ist 3 x 3 m groß, ein schlichter Bau und wurde 1715 als Hauskapelle der Wiesenmühle erbaut.


Und jetzt sehen wir das große Kunstwerk, was, schaute man sich genau das 3. Foto von oben an, im Hintergrund zu sehen war: der Eisenbaum.


Von weitem ist er schon in der Flörsheimer Schweiz zu sehen und man staunt nicht schlecht, wenn man ihn erblickt. 18 m hoch ist der Eisenbaum, 13 m breit seine Krone und 70 t schwer, er hat 10 Äste und diese bestehen wiederum aus bis zu 29 Einzelabschnitten. Auf einer Treppe kann man hinauf auf die 9 m hohe Plattform steigen, von der man einen wunderschönen Blick auf die Umgebung hat. 
Der Baum steht als Mahnmal für die Frage: "Was ist natürlich und was ist künstlich?"
Der Mensch verändert durch Genmanipulation inzwischen so viele Dinge wie z.B. den Mais. Denkbar wäre auch, dass er Bäume entsprechend verändern könnte. Den genmanipulierten Bäumen würde man ihre Veränderung nicht ansehen, dem Eisenbaum sieht man es an. Das ist der Gedankengang, warum man diesen Baum dort aufgestellt hat.
Der Betrachter soll angeregt werden, über das Verhältnis künstlich-technischer und natürlich-lebendiger Gestaltung nachzudenken.

Ein Blick von der Plattform aus, im Hintergrund sieht man den Taunus (Mittelgebirge).


Blicken wir weiter nach rechts, sehen wir links hinten die Skyline von Frankfurt und weiter nach re. am Horizont den Frankfurter Flughafen. Über den Wermutstropfen, der über diesem Gebiet liegt, werde ich in einem neuen Post berichten.


Wir laufen wieder zurück, die Stufen hinunter, die zur Kapelle hinaufführten und laufen über diesen schönen Steg eines Naturschutzabschnitts. Er wurde angelegt, damit  Spaziergänger die Natur sehen, Tiere beobachten können, aber beides nicht vom Menschen zerstört wird, wenn er denn auch dann auf dem Steg bleibt und keinen Unrat hinterlässt.
Für ein schönes Foto würde ich jetzt gnadenlos die Stromleitungen wegretuschieren, aber in diesem Post geht es darum, die Gegensätze zu zeigen, Schönheit der Natur und das, was der Mensch dort hat entstehen lassen. Ich weiß, wir brauchen die Stromleitungen.


Am Ende des Stegs fällt unser Blick jetzt darauf, wohin die Fernrohre gerichtet waren, auf die Mülldeponie von Wicker.


Schaut man durch die einzelnen Fernrohre hindurch, sieht man in Wirklichkeit Fotos bedeutender Bauwerke aus der ganzen Welt, den Eiffelturm, den schiefen Turm von Pisa, das Colosseum in Rom etc. und jetzt wird der Gegensatz "Edles (berühmte Bauwerke) versus Nichtedles (Mülldeponie) klar.
Die Gedanken der Künstlerin der Fernrohre, Zitat: "Werden Generationen nach uns ihre Prachtbauten vielleicht auf unsere Mülldeponien errichten? Unser Abfall als Fundament künftiger Bauten?"

Auf dem Weg zu unserem Auto kommen wir an einem weiteren Kunstobjekt vorbei.


Säulen und Blöcke, im Kreis aufgestellt, sollen  laut der Künstlerin, Barbara Helling "Gut und Böse" oder auch "Schwarz und Weiß" symbolisieren. Weitere Informationen zu diesem Kunstwerk, bitte dem nachfolgenden Foto entnehmen.


Und damit schließe ich diesen Post der Gegensätze.


Kommentare:

  1. Liebe Christa,
    das war ein sehr interessanter Spaziergang. Oftmals werden solche Kunstwerke als hässlich oder als Hokuspokus abgetan. Wie man deutlich nicht nur dem Schild entnehmen kann, haben diese Werke tiefsinnige Hintergründe und die Künstler sich etwas dabei gedacht.
    LG Sabine

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    1. Ich finde auch, die Kunstwerke sehen nicht hässlich aus und wenn man den Sinn versteht, der dahinter ist, sieht man sie auch in einem ganz anderen Licht. :-)

      LG Christa

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  2. Liebe Christa
    Auf diesem schönen Spaziergang habe ich Dich gerne begleitet. An der Kapelle habe ich aber die Steigung genommen. Eine Treppe ohne Geländer geht garnicht, das macht mein Hüftgelenk nicht mit.

    Mag sein das sich die Künstler bei ihren Werken Gedanken machen, aber solche Bäume, gefallen mir gar nicht.

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend und sende Dir ♥ liche Grüße
    Angelika

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    1. Ja, Angelika, wenn man Probleme mit den Hüften hat, dann macht das Treppensteigen Probleme, leider, dich mal ganz fest drücke.

      Der Baum steht als Mahnmal und für mich hat er deshalb einen tiefen Sinn. :-)


      LG Christa

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  3. Das war ein herrlicher Ausflug, ich mußte auch mal bei dem Träubchen zugreifen, habe Durst bekommen. Dein letztes Foto hier im Post gefällt mir ganz besonders gut. Licht und Schatten eben.... wie im richtigen Leben.

    Und ich mache jetzt das Licht aus hier
    in der Tigerhöhle, nein(!) erst noch was Kaltes trinken! ;-)

    Gute Nacht und
    einen Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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    1. Ich fand diese Wilde Möhre mit ihrem Schatten auch so toll. :-)


      LG Christa

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  4. ich bedanke mich auch für den interessanten Ausflug. Und gut dass du nichts wegretuschiert hast. So bin ich am PC in deiner realen Welt (fast) mit dabei :-)
    Die Kunstwerke sprechen mich sehr an. Und der Blick auf Frankfurt ist auch ungewöhnlich und schön.
    Lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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    1. Da bin ich aber froh, dass du nichts wegretuschiert haben wolltest und der Ausblick vom Baum war wirklich schön. :-)


      LG Christa

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  5. Liebe Christa,

    ist mein Kommentar bei dir gelandet?
    Hier spinnert nämlich Blogger heute wieder und ich hatte so viel geschrieben.
    Wenn das Problem weiterbesteht, dann soll ich mich an Blogger wenden oder mögen die keine langen Kommentare?

    LG Mathilda ♥

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    1. Habe dir ja dazu schon etwas geschrieben, Mathilda. :-)


      LG Christa

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  6. Ein toller Ausflug und auf den ersten Blick hätte ich bei der Kunst ein "hmmmm" von mir gegeben.

    Du hast es aber wundervoll erklärt so dass man sich direkt in die Gedankengänge hineinversetzen konnte. Wie richtig die Künstler doch ihre Objekte gestaltet haben. Wie hat der Mensch es in der Hand und trotz der vielen Fehler hat er immer noch nicht dazugelernt.

    Ganz wichtig dass es dem Menschen immer wieder vor Augen gehalten wird, und die Idee mit der Treppe am Baum ist klasse. Ein superschöner Rundblick, und auch Reiter können die Natur noch genießen ;-)

    Liebe Grüssle

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    1. Hoffentlich lernt Mensch auch aus diesen Objekten. :-)


      LG Christa

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  7. Danke schön für den wundervollen virtuellen Spaziergang und deine tollen Erklärungen dazu. Da fängt für mich doch der Tag gut an.
    Liebe Grüße, Gina

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    1. Freut mich, wenn es dir gefallen hat, Gina. :-)


      LG Christa

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  8. was ein Ausflug Christa..und doch gefällt mit die wilde Möhre mit Schatten mehr als alle Kunstwerke..

    LG vom katerchen

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    1. Nur gefällt das Möhrchen mit Schatten auch so gut. :-)


      LG Christa

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  9. Das war ein schöner Ausflug.Da tun mir gar nicht die Füsse weh.
    So gemütlich im Sitzen.Schöne Bilder,danke dafür.
    Liebe Grüße Christa

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    1. Schön, gell, wenn man den Ausflug bequem mitmachen kann? *g*


      LG Christa

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  10. Die Natur ist schön, sehr schöne Bilder zeigst Du und wunderbar, dass Du alles gut erklärst, liebe Christa.
    Der eisenrne Baum ist sicher ein super Methapher zu Veränderungen des Menschen in unserer Umwelt. Jahrhunderte will es sich von der Natur lösen, aber wenn er auch denkt, unabhängig von ihr zu sein, es wird ihm niemals glücken und eines Tages holt sich die Natur alles zurück, auch den Menschen, wenn er nicht mit ihr leben will.
    Liebe Grüße und vielen Dank dafür, dass Du meine Filmchen und Slideshows anschaust. Ich habe jetzt wenig Zeit, sicher im Winter wieder mehr, liebe Grüße Ulrike

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    1. Ja, das ist wahr, Ulrike, die Natur wird sich immer alles zurückholen, was wir ihr nehmen. Ist alles nur eine Frage der Zeit. :-)


      LG Christa

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  11. Danke liebe Christa für diesen interessanten Kunstspaziergang. Schon richtig das es nicht nur schwarz und weiss, gut und böse gibt. Dafür sind die Künstler prädestiniert, uns das mitzuteilen.

    Liebe Grüsse
    Elisabeth

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    1. Ich fand die Botschaften der Künstler auch prima, sie regen zum Nachdenken an. :-)


      LG Christa

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  12. Das war interessant, liebe Christa, aber diese Art von Kunst sagt mir gar nicht zu. Auch finde ich, dass diese Gegenstände nicht in einen und gar nicht in diesen Park hineinpassen, weil die Stufen und das Gebäude historisch aussieht.
    Dank dir für deinen Kommi. MIt welchem Prog. bearbeitest du eigentlich? Witzig, dass die Kürbisse wie Knofi-Knollen aussehen. Muss aber eingestehen, dass ich keinerlei Ahnung von Kürbissen haben. haha
    Drüggerle + LG, LG, Wieczorama (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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    1. Diese Art von Kunst muss auch nicht jedem gefallen, obwohl der Baum dort wirklich ansprechend wirkt, die Botschaften sind das Entscheidende, zumindest empfinde ich das so. :-)


      LG Christa

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  13. das war ein schöner ausflug, zu dem du uns mitgenommen hast, christa. danke.
    ich kapelle finde ich sehr idyllisch gelegen. ein ort zum träumen. und der metalbaum ist witzig. mal eine ganz andere art aussichtsplattform. für die aussicht lohnt sich dann auch das hochkraxeln

    lg gabi

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    1. Das ist dort auch eine recht nette Gegend, wenn nur nicht...., aber das kommt ja noch.


      LG Christa

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  14. intressant mal wieder was ich gelesen habe und gesehen auf deinen Fotos..ich fands fasziniernd diese Gegensätze... und mit dem Thema Mülldeponie klasse gemacht!
    Da wäre ich auch rauf gestiegen diesen Metallbaum der irgendwie rein passt .. tolle Kunst die mir gefällt!

    Lieben Gruss Elke

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    1. Danke dir, Elke, ich finde diese Gegensätze auch interessant, besonders, weil man anfängt, über sie auch nachzudenken. :-)


      LG Christa

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  15. Danke, dass wir auf Deinem Ausflug dabei sein durften.
    LG joelsuma

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    1. Freut mich, dass du mitgegangen bist, Hannelore. :-)


      LG Christa

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  16. Liebe Christa, heute bin ich den wundervollen Weg noch einmal gegangen und mir gefällt es immer noch, was du da zeigst, die ganzen Informationen.
    Kunstwerke in der Natur und mit der Natur zusammen ist etwas beispielhaftes, aber deine Fotos sind auch wieder ein Augenschmaus.
    Der Gang über den Steg gefällt mir sehr, immer wieder schaue ich mir dieses schöne Foto an.
    Hab ein schönes Wochenende und sei lieb gegrüßt von Mathilda. ♥

    Und jetzt hoffe ich, dass mein Kommentar weggeht...

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    1. Ich mag solche Stege sehr, Mathilda, freut mich, dass er dir auch gefallen hat. :-)


      LG Christa

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  17. Ein toller Ausflug mit prima Erklärungen. Da fühlt man sich wirklich "mitgenommen". Wie schön, dass auch das Wetter so prima mitspielte und die Fernsicht so prima ermöglichte.

    LG Arti

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    1. Bei schönem Wetter macht halt jeder Ausflug einfach mehr Spaß, Vera, danke dir. :-)


      LG Christa

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