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Donnerstag, 30. April 2015

Natura 2000 - Weideswiesen-Oberwald

Ich nehme euch heute mal mit in ein schönes Landschaftsgebiet, in dem vieles noch ganz natürlich wachsen darf, was sich günstig auswirkt auf Fauna und Flora. Es ist das FFH-Gebiet, speziell das Weidegebiet Oberwald bei Erlensee, ein Schutzgebiet von europäischer Bedeutung. FFH-Gebiet bedeutet Fauna-Flora-Habitat.


Auch hier gibt es einen Storchenmast und, wie könnte es anders sein, es wird gebrütet.


Um etwas näher heranzukommen, bin ich jetzt erst mal den Weg hier entlang gelaufen, es ist der Hochwasserdamm.


Hier geht es urwüchsig zu.


Entwurzelte Bäume und Totholz dürfen liegen bleiben.



Und es gibt Wasserlöcher


Über die freuen sich diese Artgenossen hier.


Vielleicht habt ihr sie erkannt, es sind Wasserbüffel, friedliebende Tier, die vor wenigen Tagen erst aus dem Vogelsberg hier her in ihr Sommerparadies gekommen sind, ein Bulle und 7 Mädels.


Jedes Jahr ist der Einzug der Wasserbüffel in dieses Naturschutzgebiet ein besonderes event. Der Westernclub Erlensee steht Spalier, wenn die Wasserbüffel anrücken und man feiert ein großes Fest. Den Termin hatte ich aber nicht mitbekommen.

Schmausen auf den Wiesen, die wohl viel für die Büffel zu bieten haben.


Warum hat man nun die Wasserbüffel hier her geholt? Eine regelmäßig Mahd ist notwendig zur Pflege des Gebietes, was aber auf Grund der oft hohen Wasserstände (Feuchtgebiet, die Kinzig fließt hier entlang und sorgt oft für Überschwemmungen) nicht immer gewährleistet ist.
Die Wasserbüffel sind in der Lage, auch Schilf und Binsen zu fressen, was unser Kühe nicht verdauen können und somit als Weidetiere hier nicht in Frage kommen. Den Büffeln machen auch hohe Wasserstände nichts aus. Klar, sind ja auch Wasserbüffel.*g*
Und jetzt wisst ihr auch, warum hier zahlreiche Wasserlöcher zu finden sind.


Leider haben sie mir nicht den Gefallen getan, mal in einem Loch zu plantschen. Sie waren zu sehr mit Grasen beschäftigt.


Das großflächige Gelände, in dem sie gehalten werden, ist mit Elektrozaun gesichert.

Nach einer Weile wurde die Büffel müde und legten sich ins Gras.


Das Büffel-Projekt ist unter den Experten jedoch umstritten. Auf der einen Seite sollen durch die Büffel günstige Lebensraumbedingungen für Amphibien, Vögeln, und Insekten geschaffen werden, jedoch gehen Kritiker dieses Projektes davon aus, dass ihre doch relativ großen Ausscheidungen auch vieles zerstören.
Ich werde die Büffel und dieses Gebiet hier mal im Auge behalten, zumal es dort wirklich erholsam ist, einen Spaziergang zu machen. Wie es sich für ein Naturschutzgebiet gehört, muss man selbstverständlich auf den Wegen bleiben.

Ich bin auf dem Damm oben jetzt wieder zurück gelaufen und vorne gibt es einen kleinen Teich.


Dort schauen gerne Kinder hinein, weil sich hier Enten tummeln oder auch diese großen Nager, die sich wirklich überall bei uns breit machen, die lieben Nutrias. Dieses Prachtexemplar knabbert gerade an einer Möhre, die ein Kind ihm spendierte.


Hinter dem Häuschen oben rechts fließt die Kinzig vorbei.


Jeden Donnerstag heißt es bei Jutta DND, was "Der-Natur-Donnerstag" bedeutet und ich verlinke meinen Beitrag gerne zu ihr.:-)
Schaut bei Jutta mal vorbei und seht euch an, was die anderen Projekt-Teilnehmer im Gepck haben.



Kommentare:

  1. Toll liebe Christa. Ein wundervolles Vorzeigeobjekt an dem sich viele Städte und Gemeinden ein Beispiel dran nehmen sollten. Hier wird wirklich was für die Natur getan, hier dürfen Pflanzen noch Pflanzen sein und den Insekten eine nötige Heimat geben. Bin echt begeistert, und nun natürlich auch gespannt wie es mit den Wasserbüffeln weitergeht. Grundsätzlich eine gute Idee kann man auch die Bedenken verstehen. Denke aber mal da sollte sich doch auch eine Lösung finden (wie bei Pferden die an Stellen wo sie mal geäpfelt haben sie nicht mehr fressen; stell ne Kuh mit dazu und schon hat sich das Problem gelöst).

    Jedenfalls hat mir der Post sehr gut gefallen und ich hoffe auch das sie die Menschen sich daran halten auf den Wegen zu bleiben.

    Wünsche dir einen tollen Tag und sende herzliche Grüsse

    N☼va

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  2. Guten Morgen, liebe Christa,
    danek für diesen Spaziergang durch diese wunderschöne, urwüchsige Landschaft! Die Idee mit den Wasserbüffeln an sich ist ja wirklich super, und auch ich bin gespannt, wie es letztendlich damit weitergehen wird. Es gilt, alle Vor- und Nachteile abzuwägen.
    Ich wünsch Dir einen schönen und fröhlichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  3. Das ist wirklich ein schönes Gebiet , liebe Christa , für einen Spaziergang . Es mag sein das es Vor - und
    Nachteile gibt , aber Gegner gibt es doch immer , egal ob etwas gut oder schlecht ist . Jedenfalls hast du wieder schöne Fotos gemacht . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  4. Ach, wie herrlich, liebe Christa! Wo fange ich an, wo höre ich auf ... die Landschaft, die Wasserbüffel, ein Nutria mit Möhre ... einfach toll! Danke für diesen herrlichen Post! ♥

    Liebe Grüße,
    Sonja

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  5. Liebe Christa,
    es sieht so friedlich aus - da möchte ich gleich auch ein wenig Lustwandeln ...

    Herzlichst - Monika

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  6. Ach, das ist ja wieder schwer, ein auswahlfoto für die Verlinkung zu finden, alle sind schön, aber beeindruckend finde ich die Büffel, der Biber hat aber auch was.
    Beides Kandidaten der ersten Wahl für den DND.
    ♥lichsten Dank für diesen wundervollen Beitrag.
    Und natürlich freue ich mich wieder riesig unter den Teilnehmern zu finden :-)
    So, dann mache ich mich mal ans verlinken.
    Liebe Grüße und noch einen schönen Donnerstag wünscht dir
    Jutta

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  7. tja, Biber oder Büffel.... was wäre ich lieber in der Kinzigau?
    Herzlich pippa

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  8. aaahhh - schön ist es dort, Christa - danke für deinen ausführlichen Bericht und die tollen Fotos

    lg gabi

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  9. Good morning dear Christa,
    This really is a beautiful area with unspoiled nature.
    Nice to see the water buffalo.
    It is a wonderful collection of pictures become.
    Best regards, Irma

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  10. Sehr schöne Fotos, liebe Christa über ein interessantes Gebiet, das ich vom Namen her so noch nicht kannte. In eurer Gegend kann man's wirklich aushalten und alles gar nicht weg von Frankfurt - erstaunlich! Wasserbüffel habe ich in Hessen noch nie gesehen (auf Ko Samui hatte ich sie mal direkt vor meinem Fenster). An einen liegenden Bison dachte ich beim fünften Bild, aber das ist dann wohl doch nur ein verrotteter Baumstumpf ;-)
    Liebe Grüße
    Elke
    _________________________
    www.mainzauber.de

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  11. In so einem satten Grün mit Wasserlöchern fühlen sich die Büffel sicher sehr wohl, aber an deren Friedfertigkeit möchte ich doch zweifeln. Wir haben in Afrika einen Angriff miterlebt und die Tiere können dabei eine Wahnsinnsenergie entwickeln, die sicher von keinem normalen Elektrozaun aufgehalten wird. Aber bei nur einem Männchen wird wohl alles friedlich bleiben in diesem Naturparadies.

    Liebe Grüße
    Arti

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  12. Herrlich ist die Landschaft und hast schon wider tolle Bilder uns gezeigt. Das Büffelprojekt ist interessant.
    Liebe Grüße

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  13. Liebe Christa,

    das ist ja auch ein herrliches Fleckchen Landschaft und Deine tollen Fotos zeigen das wunderbar.
    Über das Für und Wider dieser Wasserbüffel kann ich natürlich nichts sagen, aber Du wirst uns ja sicher davon berichten. Ich finde es auf jeden Fall schon mal gut, wenn man solche Lebensräume schafft und auch naturnah erhält.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  14. Hallo liebe Christa,
    das ist eine herrliche Landschaft und Du hast uns so tolle Fotos mit gebracht.
    Wasserbüffel habe ich hier noch nie gesehen, bin gespannt was Du noch über sie erzählst . Süß der Möhrenknabbernde Nutria *schmunzel*

    Ich wünsche Dir einen schönen sonnigen 1. Mai
    Liebe Grüße
    Biggi

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  15. Tout ce vert…alors qu'ici nous sommes encore dans les gris et les beiges !

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  16. Eine Idylle .. wunderbar, es wirkt so friedlich!
    Danke und schönen Sonntag
    wünscht Gabi

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