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Donnerstag, 8. September 2016

Die Odyssee des Blindschleichenjägers

Gestern zeigte ich euch Fotos von dem feschen Storchenmann, der sich eine Blindschleiche auf der Wiese angelte.
Er  hat inzwischen eine wahre Odyssee hinter sich.

In 2014 brütete dieser Storch erfolgreich drei Ortschaften weiter entfernt von uns auf einem Pappelstumpf. Als die Jungen beringt werden sollten, lagen sie, drei an der Zahl, tot im Nest. Entweder wurden sie von anderen Störchen getötet oder ein Marder hatte zugeschlagen, das hat man nie herausfinden können.
Wo er sich in 2015 aufhielt, ob er brütete oder nicht, das wissen wir nicht.

In diesem Jahr entdeckten wir ihn Anfang Februar mit einer anderen Partnerin, sie war nicht beringt, auf unserem Storchenhorst. Dort blieben die beiden aber nur einen Tag und zogen einen Ortsteil weiter auf den dortigen Storchenmast. Als die Vorjahresinhaber eintrafen, wurde er mit seiner Partnerin vertrieben.
Die beiden zogen eine Ortschaft weiter, besetzten dort den Storchenhorst. Aber auch hier war das Glück ihnen nicht hold, den nach Eintreffen des Brutpaares aus dem letzten Jahr wurden die beiden erneut verjagt.

Sie ließen sich nicht unterkriegen und attackierten mehrere andere Storchenpaare in der schönen Landschaftsaue von Eichen, dort, wo auch unser Tommy wieder brütete. Die beiden hatten aber auch hier keine Chance, vehement verteidigten alle Storchenmastinhaber ihr Zuhause.

Die beiden hatten die Schnauze voll und bauten ein Nest auf einem Strommast. Ich berichtete hier darüber. Das Nest konnte dort nicht bleiben und musste zwangsgeräumt werden.

Danach tingelte das Paar eine ganze Zeit lang auf den Auen umher, kopulierten schon auf den Wiesen. Es eilte, wollten sie noch brüten, musste etwas geschehen.

Dann plötzlich entdeckten wir Mitte Mai, dass ein Nest auf einem Funkmast bei uns an der Bahnlinie gebaut wurde. Und nun könnt ihr raten, wer die Baumeister waren.


Das Nest befindet sich in ca. 30 m Höhe. Ich wählte mir einen anderen Standort. Ihr seht, der Mohn blühte noch.


Ich zoomte näher heran, erlebte gerade den Partnerwechsel. Sie war auf dem Horst, er kam angeflogen und jetzt fliegt sie gerade weg.



Juhu, die beiden hatten es geschafft, doch noch für Nachwuchs zu sorgen.
Papa Storch begann dann zu füttern.


Wir schreiben jetzt den 20.07.16, die beiden Kinder sind mächtig gewachsen, aber dennoch gegenüber den anderen Storchenkindern in der Umgebung um einiges zurück.

Störchenfriede sind in der Luft, so wie dieser hier.


Er fliegt Attacke auf den Storchenhorst, aber diese Mal wehrt sich der Herr Papa vehement.


Als wieder Ruhe einkehrt, sind auch die Kleinen wieder beruhigt und betteln um Futter.



Die beiden sind inzwischen natürlich auch flügge geworden und inzwischen ebenfalls gen Süden geflogen.
Wie heißt es so schön.....Ende gut, alles gut!

Ich bin gespannt, ob das Nest dort überhaupt bleiben kann. Gefährlich für die Störche ist es nicht, aber ob die Bahn es auch im nächsten Jahr dulden wird, das weiß noch keiner.

Kommentare:

  1. Ahhh...an die Umsiedlung kann ich mich noch gut erinnern. Das ist also er, derjenige der lang zu kämpfen hatte. Wie du aber schreibst: Ende gut-alles gut und ich drücke mal die Daumen dass die Bahn es akzeptiert. Wäre echt traurig wenn sie ihren Platz im neuen Jahr nicht wieder beziehen könnten.

    Danke dir dass du uns mitgenommen und die Geschichte erzählt hast.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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  2. Liebe Christa,
    oh, das ist also das Geheimnis vom Schlangensammler :O) Wie schön, daß er mit seiner Partnerin noch einen P´latz für ein Nest gefunden hat und die Kleinen noch schnell genug flügge wurden!
    Danke für eine wieder wunderbare Gschichte aus dem Tierleben! Und, ich drück auch die Daumen, daß sie auch nächstes Jahr da bleiben dürfen!
    Ich wünsche Dir einen schönen, sonnigen und fröhlichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  3. Liebe Christa,
    ganz gespannt und gebannt las ich deine Geschichte...
    Ich danke dir sehr dafür...
    Ich freue mich so darüber solche wahren Begebenheiten mit so wunderbaren Fotos
    bei dir immer wieder aufs Neue finden zu dürfen!
    So schön, dass ich dich gefunden habe!!!
    Eine sehr rührende Geschichte, ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird!!
    Herzensgrüße schickt Monika*
    heute mit dem Schneegeier

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  4. Hallo liebe Christa,
    kann mich noch erinnern an das Storchenpaar... oh man die hatten es aber nicht leicht.
    Schön das sie nun doch noch eine Stelle für ihr Nest gefunden haben und ihre Jungen groß ziehen konnten.
    Wäre schade wenn die Bahn das Nest nicht mehr duldet und sie im nächsten Jahr wieder vom neuen suchen müssen.

    P.S. Es ist die Lumix GX8 geworden. Ist zwar keine Spiegelreflex sondern eine Systemkamera, aber sie gefällt uns. Im Urlaub muss sie ran und zeigen was sie alles drauf hat *g* aber trotzdem werde ich meine Pentax noch mitnehmen... man weiß ja nie *gg*

    Liebe Grüße
    Biggi

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  5. Daß er mit seiner Partnerin die Schnauze noch nicht voll hat. :-) Es ist schon kein schönes Schicksal, ständig weggetrieben werden. Liebe Grüße

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  6. das ist ein wirklich SEHR besonderer Ort für ein Nest Christa..nah wer so speist der hat auch in Punkto HAUSBAU einen besonderen Geschmack
    mit einem LG vom katerchen

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  7. An den Anfang der Geschichte kann ich mich auch noch gut erinnern und ich freue mich, dass wir heute den Rest der Geschichte mit einem vorläufigen Happy-End auch noch lesen können. Ja, der Funkmast ist wirklich ungewöhnlich und ihr braucht dringend mehr Nisthilfen bei so viel Nachwuchs den es bei euch dieses Jahr gegeben habt.

    Ganz liebe Grüße
    Vera

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  8. An die Umsiedelung erinnere ich mich noch genau liebe Christa. Wie schön, dass es doch noch mit dem Nachwuchs geklappt hat.

    Liebe Grüße Sabine

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  9. Hallo Christa,
    das ist eine schöne Geschichte, da geht mir das Herz auf!
    LG Heidi

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  10. Hallo liebe Christa,
    was für eine Geschichte ! Ja, ich denke, viele Vögel und auch Tiere haben es nicht einfach, einen guten Platz zu finden und diesen auch zu behalten.
    Sehr schöne Fotos.
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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  11. Hello Christa
    Wonderful array of storks, what are they high.
    Super like the father protecting his nest against intruders.
    Perfect sharply photographed.
    Best regards, Irma

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