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Samstag, 19. September 2026

Tyto Alba Guttata

Nach dem letzten post, in dem ich euch die Schleiereule Tyto Alba Alba von ganz klein bis groß zeigte, bringe ich heute noch mal die mehr in Osteuropa vertretene Variante Tyto Alba Guttata mit, die eine dunklere Färbung aufweist.
Diese saß auf  der Fensterbank ein paar Häuser von mir entfernt. Es ist durchaus denkbar, dass sie sich auch mal in unserem Kirchturm aufhielt, obwohl wir dort nie eine Tyto Alba Guttata gesehen hatten.
Sie hatte die Augen geschlossen, wahrscheinlich wegen der Sonne.

Dann drehte sie den Kopf ein wenig.
Augen auf, wahrscheinlich hatte sie mich entdeckt.
Ich suchte mir eine andere Position, um sie noch einmal zu fotografieren.


Ich beobachtete sie eine ganze Zeit lang.

Jetzt wird es noch einmal spannend. Bei einer Kontrolle in einer Feldscheune flog eine adulte Schleiereule durch das Einflugloch des Eulenkastens der Scheune nach draußen, als wir das Scheunentor bewegten. Ich blieb extra draußen stehen, weil ich vermutete, sollte ein Altvogel in der Scheune sein, er die Flucht ergreifen würde. So war es dann auch. Es war eine Tyto Alba Alba
Schleiereulen brüten normalerweise ein- bis zweimal im Jahr, ganz selten sogar dreimal, sollte das Nahrungsangebot an Mäusen sehr groß sein.
Meistens brüten sie das 1. Mal im Mai, die Zweitbrut findet dann im Spätsommer statt. Hier handelt es sich jetzt um eine Zweitbrut von Anfang Oktober. Innerhalb der Brut sind die Kleinen unterschiedlich groß entwickelt. Der Stärkste ergattert das meiste Futter.
Ein Prachtexemplar oder?
Wie schön man die Tropfenzeichnung von der Seite erkennen kann.
Und jetzt schaut euch mal genau die drei weiteren auf dem nächsten Foto an. Bemerkt ihr etwas?
Die linke Eule ist dunkler, hat auch ein dunkles Gesicht, die beiden Geschwister sind hell. Das heißt, hier hatte sich eine Alba Alba mit einer Alba Guttata gepaart. Das erlebt man nicht oft.
Ganz schön scharfe Krallen
Hier sieht man ganz genau den Unterschied zwischen den beiden Varianten.
Auch am Rücken sehr gut zu erkennen, Alba Alba jetzt links, Alba Guttata rechts.
Eulen sind einfach wundervolle Geschöpfe.

Heute haben wir richtig schönes Spätsommerwetter mit noch mal 25°, blauem Himmel. Kürbisse laufen zu ihrem großen Auftritt hier überall auf.
Ich wünsche euch allen ein schönes und erholsames Wochenende

Dienstag, 15. September 2026

Tyto Alba von klein bis groß

Heute zeige ich euch noch einmal die Verwandlung von Schleiereulen. Bei uns in Europa findet man die Tyto alba, wobei es zwei Arten dieser Eule gibt, einmal die Tyto alba alba (ja, 2x alba) und des weiteren die Tyto alba guttata. Guttata abgeleitet vom lat. guttae = Tropfen, d.h. sie hat dunkle Tropfen auf hellem Gefieder mit bräunlicher Bauchunterseite. Oft ist auch die Maske (Gesicht) dunkel gefärbt. Verbreitet ist sie in Mittel- und Osteuropa

In diesem post geht es jetzt aber um Tyto alba alba, verbreitet ist sie mehr in Westeuropa. In Hessen wird diese Eule noch als gefährdet eingestuft. Es gibt immer weniger Brutmöglichkeiten und oft sind auch Kirchtürme versperrt.
Schleiereulen sind etwa 33 - 39 cm groß und haben eine Flügelspannweite bis ca. 94 cm. In Flugshows kommen sie oft auch zum Einsatz.
Zu 95 % ernährt sie sich von Feld-, Spitz- und Wühlmäusen. In Gewöllen fand man jedoch auch Skelette von Amphibien, Vögeln und Fledermäusen. Das ist aber ein ganz geringer Anteil, den man wahrscheinlich dann findet, wenn nicht genügend Mäuse vorhanden sind. Es gibt durchaus Jahre, in denen die Mäusepopulation zusammenbricht, ein Desaster für alle Vögel, die Mäuse als Hauptnahrungsquelle haben.

Hier ein Winzling, nicht mehr nackt, er hat schon etwas Flaum.
Es ist nicht einfach in dunklen Scheunen und Kirchtürmen zu fotografieren, da die Lichtverhältnisse natürlich sehr schlecht sind. Lange stören möchte man den Familienfrieden auch nicht.

Im Nistkasten
Typisches Kennzeichen für die Schleiereule ist das herzförmige Gesicht, besonders gut zu sehen auf dem nächsten Foto




Wenn man nicht fliehen kann vor dem Feind, was macht man da? Man stellt sich tot (verfällt in Akinese).


Bei ihr wird sich das Gefieder bald entwickeln.
Die Federn der Schwingen sehen schon prachtvoll aus und köstlich einfach die Frisur. :-)



Der Flaum ist kaum noch vorhanden und auf der Bauchseite erkennt man schon gut das Tropfenmuster.

Eine adulte Tyto alba guttata hatte ich auch mal bei uns in der Nähe unseres Kirchturms entdeckt, auch
fotografiert, das Bild konnte ich jedoch auf die Schnelle nicht finden.

Eulen sind bezaubernde Vögel und nicht nur ich bin ein Eulen-Fan, sondern von ihnen gibt es wohl viele. 

Eulenkissen, groß und klein, Türstopper und mehr entdeckte ich in einem Souvenirladen.


Sehr gefreut habe ich mich heute über diese tolle Ansichtskarte aus Quedlinburg von Vera/Arti mit lieben Grüßen von ihrem Road Trip durch Mitteldeutschland. Vielen Dank, liebe Vera.

Nun hoffe ich, ihr habt den letzten warmen Sommertag heute genossen oder genießt ihn noch.



Dienstag, 1. September 2026

Besuch bei Steini

Heute zeige ich euch ein paar Bilder von einem Besuch eines Steinadler-Züchters in der Nähe von Coburg.

Einige sind der Meinung, dass kleine Vogelküken hässlich aussehen würden. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Klar, das schöne Gefieder der Eltern haben sie noch nicht, sondern erst mal ihren Babyflaum. Der verliert sich aber.


Präsentiert in einem Korb war ich diesem kleinen Kerl ganz nahe. Bei ihm entwickelt sich schon langsam das Gefieder.



In der Volière


Zusammen mit dem Altvogel. "Gibt's jetzt was zu futtern", hörte ich den Kleinen fragen.


"Nicht so ungeduldig", antwortete die Frau Mama.


Dann war Schmausen angesagt.



Ein prachtvoller Vogel oder?


Die kleinen Adler werden dann ausgewildert, aber auch an Falkner übergeben wie zum Beispiel  "Attila", das Maskottchen der SGE Eintracht Frankfurt.
Attila schlüpfte am 30.04.2004 aus einem Ei bei besagtem Züchter bei Coburg. Er gehört dem Falkner
Norbert Lawitschka und trat auch bei der Greifvogelschau in der Alten Fasanerie in Klein-Auheim bei Hanau auf.
Und jetzt zeige ich euch noch Attila, Fotos aufgenommen am 21.06.2008 in der Alten Fasanerie. Attila war gerade mal 4 Jahre alt.



Bei den Heimspielen der Eintracht Frankfurt ist der Adler fast immer mit von der Partie.

Heute ist meterologischer Herbstanfang. Kürbisse werden überall schon angeboten und bei mir köchelte heute ein Hakkaido-Süppchen im Topf. Aber auch Butternut Kürbis, gefüllt oder Spaghetti Kürbis mag ich sehr gerne, genauso wie den Muskat Kürbis.


Oder wollt ihr doch lieber noch mal ein Eis, da der Sommer gerade wieder zurückkehrt, 30° werden wir wohl noch mal sehen.


Herbstliche Spuren sind trotzdem schon zu sehen, aber bis wir diesen Farbrausch erleben können, wenn überhaupt, müssen wir uns noch ein wenig gedulden.


Montag, 27. Juli 2026

Eine Schwalbe

 .....macht noch keinen Sommer


viele schon



Aber in diesem Jahr gibt es Trauriges von den Mehl- und Rauchschwalben zu berichten. Das heiße Wetter forderte seinen Tribut und viele Jungschwalben verendeten beim Verlassen der Nester, lagen kurze Zeit später tot am Boden. Sie waren zu schwach, wohl auch unterernährt. Die Eltern schafften es nicht, genügend Futter und auch Flüssigkeiten in die kleinen Schnäbel zu befördern.
Nicht überall sind Nester an Häusern willkommen, da die Fassaden durch Kot sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Seitens unseres Vogelschutzvereins brachten wir an etlichen Häusern, da die Hausbesitzer doch froh waren, dass Schwalben brüteten, Kotbretter unterhalb der Nester an, was dem entgegenwirkt.
Während in den vergangenen Jahren ich immer wieder Schwalben in unserer Straße hier beobachten konnte, herrscht in diesem Jahr absolute Funkstille. 
Im Ortsbereich gibt es auch keine Bauernhöfe mehr. Die wenigen Landwirtschaftsbetriebe, die wir noch haben, siedelten schon lange an den Ortsrand aus in die Nähe ihrer Felder
.
Bei den Mauerseglern erleben wir ein ähnliches Szenario.

Sehr gefreut habe ich mich über diverse Post von lieben Bloggerinnen, die mich erreichte, 2 Karten von Heidi/Trollspecht, die eine, wieder wunderschön gemalt, trägt den Titel "Traumfahrt nach Sylt". Heidi steht hinter dem Steuerrad und wird das Traumschiff mit Sicherheit bestens in den Hafen von List steuern. Die gemalte Ansichtskarte schrieb sie mir aus ihrem Urlaub im Kinzigtal/Schwarzwald.


Von Vera/Arti bekam ich diese Ansichtskarte aus Texas von ihrem letzten road trip durch die USA. Die Karte schnappte sich sofort Storch Tommy. *g*


Birgit/Landträumereien erfreute mich mit einer toll gebastelten Sommerkarte. Damit die Blumen im Garten nicht verwelken, müssen sie gegossen werden. Das hat Birgit wohl richtig erkannt und wenn wir einem Marini begegnen, glaube ich, freuen wir uns alle oder?


Habt vielen Dank ihr drei für eure lieben Zeilen und auch Gedichte, die die Karten zu etwas ganz Besonderem machen.

Die kleinen Kolibris, womit ich natürlich die Taubenschwänzchen meine, flattern munter von Blüte zu Blüte, um sich Nahrung zu ergattern. Ganz besonders mögen sie den pinkfarbenen Phlox. Einen weißen, den ich mal hatte, ließen sie jedoch links liegen.



Auch am chinesischen Bleiwurz, tummeln sie sich gerne.



Lesen gehörte auch schon immer zu meinen Hobbies. Zur Zeit lese ich den 2. Band der Reihe "Die sieben Schwestern" von Lucinda Riley. Die Geschichten handeln von 6 aus allen Teilen der Welt von einem Mann adoptieren Mädchen. Er brachte jeweils immer ein Mädchen von seinen Reisen mit. Als der Adoptivvater, den sie Salt Pa nannten, starb, hinterließ er jeder Tochter einen Brief mit Hinweisen, woher sie kamen. Echt spannend zu lesen und man taucht ein in Familienverstrickungen, die weit zurück liegen.



Zwetschen gibt es auch schon, somit lässt man sich gerne ein Stück Zwetschendatschi schmecken. 

Emotional hat mich der plötzliche Tod meines 3 Jahre älteren Bruders getroffen, der an einer Lungenembolie verstarb. Der Schmerz sitzt immer noch sehr tief. Was bleibt, sind die wertvollen Erinnerungen, die Kraft und Zuversicht verleihen.


Warum heißt der Stieglitz auch Distelfink? Ganz klar, weil er Disteln gerne mag.





Auch auf der Wilden Möhre kann kann man viele Insekten antreffen.

Den mit dem großen Geweih, den traf ich mal in unserem Wald an.


Schockverliebt bin ich nach wie vor in die kleinen Steinkäuze.


Hier hatte ich mal das Glück einer Goldammer bei einer Lerchenzählung zu begegnen.
Die trifft man in der freien Natur nicht alle Tage an.


Liliana hält per Kamera den kleinen Storch fest, dem danach ein Ring ans Bein angebracht wurde.
Die Storchenpopulation hier in Hessen hat enorm zugenommen. Der Artenschutz wird nicht mehr vorangetrieben, wobei im letzten Jahr das Brutergebnis sehr schlecht war. In diesem Jahr wird es besser ausfallen.


Und immer wieder faszinierend anzuschauen, sind die ersten Flugübungen der Jungstörche.

Nun wünsche ich euch allen weiterhin eine schöne Sommerzeit, behaltet euren Frohsinn und Humor, auch wenn die Welt da draußen sich aus den Angeln hebt. Manchmal mag man sich schon gar nicht mehr all die katastrophalen Nachrichten anzuhören. Den Kopf in den Sand stecken, hilft aber auch nicht weiter.
In Gedanken bin auch bei den Opfern dieses grausamen Anschlags beim CSD in Berlin.