Montag, 18. Juli 2022

Im Wandel der Zeit 2022_Juli und mehr

Es wurde Zeit für mein Jahresmotiv im Juli. So begab ich mich am letzten Samstag, 16.07.22, auf den Weg. Das Wetter war eigentlich optimal, obwohl es draußen im Feld arg windig war und an etwas geschützteren Stelle brannte die Sonne doch ziemlich.

Ich komme an einem Sommerflieder vorbei, aber keine Schmetterlinge da, denen war es echt zu windig.
Ich liebe diese Weite dort draußen.
Mal nur mit 25 mm fotografiert und herrlich die Wolkenbildung.
Saharastaub kommt mir entgegen.
Aber den verursachte dieser hier.
Eingestaubt wurde ich auch, denn durch den Wind wehte der trockene Staub weit übers Land.
Borretsch und Ringelblumen am Wegrand. Davon kann ich euch hoffentlich im nächsten Monat mehr zeigen, sofern bis dahin nicht alles vertrocknet ist.
Ich mag die Landschaft da draußen, leicht hügelig, erhöht gelegen und diese Weite ist so schön. Am Horizont rechts der Taunus.
Und jetzt komme ich zu meinem 1. Motiv und nachfolgend gleich die 6 Vormonate.
Abgesehen von der ganz anderen Lichtstimmung sieht man im Gegensatz zum Juni, dass die Randstreifen gemäht wurden, das Getreide ist reif, viel Gelbtöne haben die Oberhand gewonnen.
Man spürt auch förmlich die Trockenheit, schaut man die Bäume an.







Wirklich schlimm, wie die Bäume leiden. Das wird hier kein Anblick eines Indian Summers werden.

Und schon war ich bei meinem 2. Motiv, der Bank, angekommen. So schauts jetzt im Juli aus. In der Bildmitte ist ein weiterer Staubwedler unterwegs, d.h. das Feld wurde dort bereits umgepflügt.
Auch hier herrschen jetzt die Gelbtöne in der Landschaft vor, reifes bzw. schon abgeerntetes Getreide.
Solche Anblicke begegnen uns dort erst im August.
Im Klartext heißt das, der Klimawandel ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Er ist überall präsent.








Ich begebe mich wieder Richtung zu Hause.
In punkto Lichtstimmung, Wolken ist der Bereich um die Hohe Straße einfach wunderschön und mich stören auch die Windräder nicht.
Am letzten Samstag waren sie allerdings dort draußen deutlich wegen des starken Windes zu hören.
Als ich vor der Bank stand und fotografierte, hatte ich Schwierigkeiten nicht umgeweht zu werden.
Ich komme an den Streuobstwiesen vorbei, gelbe Farbtupfer im Gras, das hier teilweise doch grün ist.
Die Zwetschen brauchen noch ein wenig, bis sie reif sind.

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende und habt es genossen. Bei uns waren mit 30° am Nachmittag  gestern die Temperaturen noch erträglich, das wird in den kommenden Tagen anders werden.
Der Norden kann sich weiterhin über gemäßigtere Temperaturen freuen.

Lasst es euch gut gehen, kommt gut durch die heißen Tage und sucht euch ein kühles Plätzchen. :-)


Samstag, 9. Juli 2022

Unser Storchennachwuchs u. Zitat

Nun habe ich endlich mal ein paar Bilder zusammengestellt und möchte euch unseren diesjährigen Storchennachwuchs präsentieren.
Mau schaut das in diesem Jahr aus, das teilte ich ja bereits mit. Unser Traditionspaar hier am Dorfrand gab das Brüten schon kurz nach Brutbeginn auf und auch im NSG Bornwiesen kam es bei 2 Paaren, die immer brüteten, zu keiner Brut. Eine Ausnahme stellt das Paar auf dem Ersatzmast für das Nest auf dem Funkmast dar. Nachdem bei diesen beiden die Brut im letzten Jahr scheiterte, klappte es in diesem Jahr und darüber freue ich mich natürlich sehr.
3 Nester wurden in Bäumen, respektive auf Baumstümpfen gebaut, aber auch hier kam es zu keinen Bruten.

Die Fotos zeige ich euch jetzt chronologisch. Es ist der 22.05.22 und ich stehe vor diesem besagten Ersatzmast. Zunächst war es etwas bewölkt. Ihr seht ein kleines Storchenkind im Nest. Nach einiger Zeit der Beobachtung kam das Männchen mit Polstermaterial angeflogen


Ich drehte dann eine Runde durch das NSG Bornwiesen und auf dem Rückweg schaute ich noch einmal an diesem Horst vorbei. Die Wolken hatten sich inzwischen verzogen und immer war nur ein Köpfchen zu sehen. Es waren aber damals bereits 2 kleine Storchenkinder im Nest, nur bekam ich sie nie zusammen aufs Foto.
Danach fuhr ich mal in den Nachbarort, wo ebenfalls ein Horst in schöner Lage an der Nidder steht.
Ups.......Niemand auf dem Horst, kein Altstorch, kein Jungstorch. Auch auf den Wiesen rundum konnte ich keinen Storch entdecken. Das bedeutete nichts Gutes.
So lief ich auf die andere Seite des Nestes und nun seht ihr, welcher Anblick sich mir dort bot..
2 verendete Storchenkinder hängen am Restrand. Ursprünglich waren sogar mal 3 Junge im Nest. Was mag hier geschehen sein?
Meine Vermutung geht stark in Richtung Futtermangel. Die Böden sind auf Grund der Trockenheit staubtrocken und die Störche finden einfach zu wenig Nahrung oder waren die Jungen vielleicht krank?
Das Bild habe ich mit einem Zitat verstehen und verlinke es bei Nova und ihrem schönen Projekt "Zitat im Bild".
Das tut in der Seele weh, wenn Jungvögel so verenden.
12.06.22 Ich bin wieder am Ersatzmast. Nun seht ihr die beiden Jungstörche zusammen mit dem Herrn Papa. Ich wartete mal wieder ziemlich lange und hoffte, das Weibchen würde mit Futter kommen, leider Fehlanzeige.

Gleicher Ort am 03.07.22, das Männchen kam mit Futter. Sofort bettelten die Kleinen.

Immer wieder würgte das Männchen Futter aus.
Und während die Kleinen sich den Bauch vollstopften, gab es Gefiederpflege, ein fürsorglicher Storchenpapa.
Am 06.07.22 schaute ich mal an unserem 2. Storchenhorst hier am Ortsrand vorbei, der an einer wunderschönen renaturierten Stelle der Nidder liegt und auf dem im letzten Jahr zum 1. Mal gebrütet wurde. Das gleiche Brutpaar hat ihn wieder belegt.
Auf dem Weg dorthin kam ich an einem großen Sonnenblumenfeld vorbei.

Da lassen sich die Insekten nicht lange zu Tisch bitten.

Auf dem Horst standen die beiden Jungstörche alleine. In diesem Alter gehen jetzt die Eltern gemeinsam auf Futtersuche. Sie sind groß genug, dass sie nicht mehr unbedingt gefährdet sind.
Die Landschaft von meinem Standpunkt aus mit Horst. Dahinter befindet sich die Nidder. Davor erstreckt sich eine riesige Wiese mit Wildblumen, ein Paradies für Insekten.



Und wieder war ich im Wartemodus. Wann würden die Eltern mit  Futter kommen? Ich lief ein wenig auf und ab, aber es tat sich nichts, inzwischen war schon knapp eine Stunde vergangen. Hinter den Bäumen und somit hinter der Nidder wendete ein Bauer auf dem Feld das Heu. Ich hatte aber so gut wie keine Sicht auf die tiefer liegende Wiese. Auf einmal tauchten am Himmel in ziemlicher Entfernung etliche Altstörche auf  und gingen auf der Wiese nieder. Die haben das sofort spitz, wenn irgendwo ein Traktor auftaucht und ein Feld bearbeitet.
Bis jetzt die Altstörche kommen und sie werden kommen, um Futter für die Jungen zu bringen, wird aber noch einige Zeit vergehen.
Die beiden waren dazu verdonnert, sich Geduld zu fassen. Da muss man sich schon mal strecken.

Ich hoffte, sie würden oben mal ein wenig action machen mit Flugübungen. Aber auch in dieser Beziehung stellten sie meine Geduld echt auf die Probe, grummel!
Dann endlich tat mir der Strecker den Gefallen, nachdem ich ihm mehrmals zugerufen hatte: "Nur wer übt, kann ein Meister am Himmel werden."
Jetzt schaut mal, was er macht?
Ist das Geschwisterchen vielleicht ein Weibchen und er will ihm mal zeigten, was es später auszuhalten hat?

Absprung geglückt, Geschwisterchen hat überlebt und ich sagte den beiden "tschüss".
Daraufhin fuhr ich zu dem Storchenhorst in unserem anderen Ortsteil.
Vielleicht hatte ich ja Glück und die Eltern würden hier jetzt kommen mit Futter von der besagten Wiese.
3 Jungstörche gibt es hier, wie ihr sehen könnt.
Idylle pur mit den Eseln auf  der Wiese. Diesen Horst zeigte ich euch bereits im letzten Jahr, nur brütete da kein Storchenpaar. In diesem Jahr wurde er zum 1. Mal belegt, woran ich schon gar nicht mehr glaubte, denn ganz ideal ist der Standort in erhöhter Lage für ein Storchenpaar nicht. Allerdings ist die Wohnungsnot inzwischen so groß, dass man sich auch mit Hotels mit weniger Sternen zufrieden gibt. *g*.
Schaut mal, wer im Hintergrund angeflogen kommt.

Einer der beiden Altstörche trägt am Fuß einen Ring. Man muss schon unheimlich viel Glück haben, ihn zu sehen/ihn zu erkennen, da der Fuß ja immer im Nest steht, es sei denn, der Storch zeigt mal dieses Bein für längere Zeit und der Moment ist günstig, die Ringnummer zu erkennen.
Tja.... und dann begann oben die Schlacht am Buffet.



Won dem, was oben in den Schnabel kommt und was der Körper nicht mehr braucht, das kommt halt hinten wieder raus. *g* Bei euch auch so oder?
Die Kids sind erst mal satt, aber in diesem Alter brauchen sie schon jede Menge Futter. Somit darf der Partner recht bald mit einem ebenso gefüllten Schnabel kommen.

Wir haben also nur 3 erfolgreiche Brutpaare mit insgesamt 7 Jungen, 2 + 2 + 3.
Mögen sie alle nun flügge werden, das hoffe ich sehr.
Insgesamt wird es in unserem Landkreis einen Rückgang geben. Mal sehen, wie es dann mit der hessischen Statistik ausschauen wird.
Auch kein gutes Brutjahr gibt es bei den Steinkäuzen und Schleiereulen, ebenfalls begründet auf Futtermangel, zu trocken, um erfolgreich Mäuse, Würmer etc. jagen/fangen zu können.

Gerne schicke ich diesen Beitrag auch noch zu Elke/Mainzauber und ihrem DND.



Nun wünsche ich euch allen ein schönes und erholsames Wochenende und lasse euch ganz liebe Grüße
hier.