Samstag, 25. Mai 2019

Blühfreuden und Zitat

Eigentlich wollte ich euch heute ja zeigen, was der Star, den ihr gestern saht, beobachtete, aber ich verschiebe es jetzt mal und zeige euch etwas unserem kleinen Gartenbereich und Hof.

21.05.19 nach dem Starkregen
Rose Auguste Luise......ihr Duft ist betörend.


David Austin, ihr Duft ist nicht so intensiv.


Weiße Clematis

Die Clematis Multi Blue, doppelt gefüllt.


Kletterrose "Parfum Royal Climbing", wie der Name schon sagt, auch sie hat einen tollen Duft.


Alle haben den Starkregen unbeschadet überstanden.

23.05.19
Noch einmal die beiden schon zuvor erwähnten Rosen, Auguste Luise und  Parfum Climbing



Die am 21.05.19 gezeigte Blüte sieht jetzt so aus.


Der weiße Rittersporn hat seine Blüten geöffnet.


Im Storchenschnabel wimmelt es von Bienen und Hummeln.



Aktuell erfreue ich mich auch an den Blüten meines Osterkaktus'. Er steht zurzeit im Freien.
Ihr seht deutlich an den Blüten, dass es kein Weihnachtskaktus ist. Ihn nehme ich aber mit hinein, weil Regen angekündigt wurde.


Eine dankbare Staude, die jedes Jahr zahlreiche Insekten anzieht, eine Prachtkerze.


Storchenschnabel


Die weiß blühende Pfingstrose hat viele Knospen bekommen, sie blüht aber immer später.


Hier blüht mir demnächst bestimmt auch etwas. Was, das werde ich euch bestimmt zeigen. In den Topf habe ich Samen eingesät.


Rose David Austin mit vielen, vielen Knospen.


Besonders freue ich mich, dass mein Ananassalbei wieder ausschlug. Der Topf stand den Winter über etwas geschützt im Freien. Trotz aller Aussagen es gäbe keine Chance, den draußen zu überwintern, hat er alle Kritiker eines Besseren belehrt. Vor noch zwei Wochen standen im Topf etwas Gehölz, aber er treibt ganz unten neue aus, folglich habe ich ihn dann komplett zurück geschnitten.


Etliche Töpfe habe ich mit Samen bestückt. Lasst euch überraschen, was hier wachsen wird.
Jedes Jahr  nehme ich mir vor, weniger Töpfe zu bepflanzen. Aber sobald die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr kommen, juckt es doch wieder in den Fingern. :-) Im Hintergrund gibt es noch mehrere eingesäte Töpfe. Rechts daneben seht ihr noch einen Gitterdraht. er liegt aktuell noch über den Töpfen, denn die lieben Amseln wühlen ja zu gerne darin herum. :(


In der Ritze unseres mit Basaltsteinen gepflasterten Essplatzes hat sich wie von Zauberhand eine Erdbeerpflanze selbst gepflanzt. Blüten und auch schon Früchte sind an der Pflanze.
Sie darf dort stehen bleiben.


Hornveilchen blühen in diesem Jahr extrem lange, hier eine bepflanzte Emailschüssel. In meiner Kindheit, ich erinnere mich noch genau daran, benutzte sie meine Mama, um darin Salat anzumachen.


Auch in diesem bepflanzten Kasten blühen noch die Hornveilchen, die Schneeflocke vorne links und die Lobelie rechts habe ich neu gepflanzt, dahinter befindet sich noch ein duftendes Steinkraut.


Die blaue Akelei in diesem Topf ist fast schon verblüht, das Hornveilchen hingegen pflanzte sich selbst und es blüht und blüht und blüht....


Noch eine Rose, ihr gab ich den Namen "Dominik", weil ich sie von meinen Enkel Dominik vor etlichen Jahren mal geschenkt bekam. Sie steht aktuell in den Startlöchern und hat ein wunderschönes tiefes Rot.



Die Felsenbirne hat Früchte bekommen und die Amseln schauen jeden Tag ganz genau hin, ob nicht schon eine Beere zu ernten wäre. Nee, sie müssen noch ein wenig warten, bis sie reif sind.
Die Beeren schmecken wirklich köstlich.

Das Foto habe ich mit einem Zitat bestückt, denn heute sammelt Nova wieder Zitat und diese solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Schaut bei ihr doch mal vorbei.

Aktuell, 70 Jahre Grundgesetz, macht dieses Zitat besonderen Sinn.



Zuletzt noch ein weiterer Lückenfüller. Üppig blühen diese kleinen Glockenblumen in einer kleinen  Ritze an unserem Hoftor. Auch entlang der anliegenden Häuser blühen sie in Ritzen an den Hauswänden. Es hat einige Jahr gedauert, bis sie richtig Fuß fassen konnten, aber der Anblick ist nun wunderschön.Bienen und Hummeln laben sich hier auch gerne.


Jetzt wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende und heute Abend hoffe ich, dass der FC Bayern München das Double rocken wird. Ich weiß, dass auch einige meiner Blogleser Fans von den Red Bulls sind, aber ......das Double ist zum Greifen nahe und so hoffe ich, dass die Bayern diesen Pokal mit nach München nehmen können.:-)

Freitag, 24. Mai 2019

Ein Star

ist ein Star und zeigte sein Können als Akrobat.
Seit Tagen geht bei uns die Post, denn viele Vielfraße sind unterwegs, wie auch Elisabetta bei sich hat feststellen können.
Eine Starenfamilie besucht uns jeden Tag und die Eltern sowie die beiden kleinen Jungen verputzen so allerhand weg.
Vorgestern legte ich mich mal hinter den Fensterscheiben auf die Lauer. Man hat immer mit Spiegelungen von Fensterrahmen und Gardinen zu kämpfen und muss aufpassen, dass die Birdies einem doch nicht entdecken. Für die nicht gerade sauberen Scheiben nach dem vielen Regen zuvor möge man Nachsicht üben.

Dumm gelaufen, wenn man noch tollpatschig ist. Da fallen die leckeren Sachen aus dem Schnabel wieder heraus.


Dann doch lieber auf Mama (oder ist es Papa?) warten und um Futter betteln.


Da schaut nun unser Kleiner nach oben.


Und nun seht  mal, wie akrobatisch sich der Star an die Futtersäule hängt, wobei er ständig mit den Flügeln schnell schlagen muss, sonst kann er sein Gleichgewicht nicht halten. Die Futtersäule ist ja nicht unbedingt für Stare konstruiert worden.


Unser Kleiner musste aber jetzt am Boden mit seinem Geschwisterchen teilen. Das Foto ist nicht das beste, aber hier musste ich fast senkrecht nach unten fotografieren, hinter Gardinen nicht gerade einfach ist.


Wahnsinn, wie der Altvogel sich verbiegt, um an die Leckerbissen heranzukommen, dabei ist er durchaus wählerisch.


"Will ich auch können!"


Dann bekam er den Leckerbissen. Sieht mir nach einem getrockneten Mehlwurm aus.


Parallel zur Futtersäule hängt noch ein Knödelhalter. Diese mit Insekten angereicherten Meisenknödel mögen alle Vögel total gerne und  sie gehen aktuell weg wie warme Semmeln.
Hier kann der Star sich besser festkrallen und muss nicht mit den Flügel schlagen, um die Balance zu halten.



"Hoffentlich bekomm ich jetzt bald etwas!"


Inzwischen kam auch der 2. Altvogel und nahm erst mal weiter hinten Platz.

 

Dann kam er nach vorne geflogen und setzte sich auf den Ständer, an dem das Futtersilo und die Knödelhalterampel hängen. Er hatte etwas entdeckt.......


Entschloss sich dann aber erst mal, dem Geschehen hier zuzuschauen.


Was er entdeckte, das zeige ich euch noch.


Donnerstag, 23. Mai 2019

Üp Klef

oder erst einmal Ruar Ört?


Wir entschließen uns.... Üp Klef zu laufen. Das bedeutet: auf dem Kliff.
Der inselübliche Dialekt ist schon nicht einfach zu verstehen. Er setzt sich zusammen aus Deutsch, Dänisch, Friesisch und Holländisch und wird gerade hier im Osten der Insel noch gehegt und gepflegt. So heißt Sylt eigentlich "Söl". Auch in der Schule wird der Dialekt noch gelehrt, um ihn an die jüngere Generation weiter zu geben.

Wir sind also heute mal wieder auf Söl und konkret sind wir, wie eben schon angedeutet, im östlichen Teil der Insel, und zwar in Morsum.
Wenn man über den Hindenburgdamm kommt, ist Morsum das 1.Dorf, was man auf Sylt passiert, reist man weiter. Ca. 1100 Einwohner zählt der Ort, in dem die Uhren noch langsam ticken.
Laufen wir mal los!
Das Wetter ist heute nicht optimal, ganz im Gegenteil, es regnet sogar. Also Regenjacken sind schon notwendig, wenn auf die Insel reist.


Im Hintergrund seht ihr das Wattenmeer. Viele Seevögel begeben sich dort bei Ebbe auf Nahrungssuche oder errichten auch am Kliff ihre Brutstätten.


Da der Regen zunimmt, entschließen wir uns, nicht hinauf aufs Kliff zu laufen, sondern drehen jetzt eine Runde um das Naturschutzgebiet. Ihr seht die Regentropfen auf der Infotafel.
Von Westerland aus fuhren wir mit dem Bus, der am Bahnhof von Klein-Morsum hält. Von dort begann dann unsere Wanderung.


Grün ist es auch hier geworden.


Bedeutend für das Kliff und Sylt schlechthin ist der Strandhafer, der verhindert. dass die Dünen weiter wandern.
Eigentlich sind Juni, Juli, August die besseren Jahreszeiten, hier eine Wanderung zu machen,
wenn die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt in ihrer ganz Pracht zu sehen sind wie das gefleckte Knabenkraut, der fleischfressende Sonnentau oder der Lungenenzian, der in Deutschland auf der Roten Liste steht, zu sehen sind, um nur einige der wertvollen Pflanzen zu nennen. Nicht zu vergessen sind die über 600 Schmetterlingsarten, die sich in der Heide dann tummeln.
Damit kann ich aber heute nicht dienen.

Wir genießen heute die Stille, die gute Luft und alleine sind wir nicht. Es sind trotz nicht optimalen Wetters etliche Wanderer hier unterwegs......


.....so wie hier auf dem folgenden Foto.



Es wird heller und wir haben inzwischen das Naturschutzgebiet fast umrundet.


Die ersten Häuser sind wieder in Sicht.


Jetzt geht es Ruar Ört. Es ist ein Flurname und bedeutet "Rote Wurt"
Ruar = rot
Ört = Wurt
Ganz schön kompliziert oder?
Immer wieder schön anzuschauen die mit Reet gedeckten Dächer.
Viele der Häuser sind von Steinmauern umgeben, einem Friesenwall. Aus Findlingen wird er in Trockenbauweise zusammengesetzt. Auf den Wall pflanzen dann die Besitzer meistens Rosenbüsche, sie sind auch auf dem folgenden Foto zu sehen. Überall wurden die Wälle im Pflanzbereich rund um die Büsche von Unkraut entfernt. Blühen dann die Rosen, ist der Anblick eines solchen Hauses ein Augenschmaus.


Auch an diesem Haus ist wieder ein Friesenwall zu sehen, eigentlich für jeden Häuslebauer ein "Must have" so wie bei uns aktuell fast überall Gabionen Einzug gehalten haben.

Da es solche Natursteinmauern nur ganz selten bei uns gibt und schon gar nicht in der Bauweise wie auf dem folgenden Foto zu sehen ist,....


... verlinke ich gerne diesen Beitrag zu Arti, die gestern alles einsammelte, was nicht alltäglich ist.


Schaut bei ihr mal vorbei, wenn ihr das nicht schon gemacht hattet, es lohnt sich auf jeden Fall.

Bei der obigen Bauweise wird der Raum zwischen den Steinschichten mit der ausgehobenen Erde verfüllt. Mörtel erübrigt sich quasi. Dieser hat auch bei der Trockensteinbauweise nichts zu suchen.
Da oft die ausgehobene Erde nicht reicht, können Rollrasenstreifen die Fugen zwischen den Steinschichten ergänzen. Zum Einwachsen und Füllen der Fugen benötigt  der Rasen meistens ca. 6 Monate.
Diese Trockenmauerbauweise hat mich schon immer auf Mallorca fasziniert, dort natürlich mit anderen Steinen.

Mit dem, was aktuell an Blütenpracht zu sehen war, ........




verabschiede ich mich aus Morsum und hoffe, die kleine Wanderung hat euch etwas gefallen.