Donnerstag, 15. Oktober 2026

Stets im Blick

habe ich......nein das hier jetzt nicht, das hatte ich nur einmal im Blick.

Am Wochenende war Dominik da und er räumte sein Vogelhaus aus. Ihr seht das Nest des Kohlmeisenpärchens, das in seinem 5-Sterne-Hotel brütete.  Ein Jungvogel schaffte es leider nicht und er liegt noch mumifiziert im Nest. Nicht schön, aber so ist die Natur halt. Interessant, was Vögel so alles verbauen.
Aber das Folgende habe ich stets im Blick, nämlich unseren Kirchturm beim Blick aus dem Fenster. Die Tage gab es morgens stets Nebel, der sich aber auflöste und dann strahlte die Sonne vom Himmel von einem unbeschreiblichen Blau. Der Zierapfelbaum beim Nachbarn gegenüber hängt auch sehr voll mit Früchten, die rot werden. Sie sind etwas kleiner als die unseres Apfelbaums.



Der Wetterhahn wird gerne von allerlei Vögeln besetzt.

Gerne beobachte ich dann die Turmfalken, die sich auf dem Kirchturm morgens ein Sonnenbad gönnen. Ich denke, man erkennt ihn. Mit Handy ist es nicht einfach, diese Distanz vom Fenster zum Kirchturm zu überbrücken. Es ist aber jetzt kein Ausschnitt aus dem Foto.


Abends hatten wir die letzten Tage sehr schöne Sonnenuntergänge, der Himmel gab dann noch mal sein Bestes.
Wilder Wein  hat im Garten an einer Mauer die Clematis Multi Blue erobert. Toll schaut das rote Laub schon aus, der Clematis ist die Eroberung aber wohl nicht dienlich.

Da freut man sich eher an einer Rosenblüte, der keine Gefahr droht.

Hier dürft ihr jetzt mal raten, was das sein könnte.

Die nächste Zeit werde ich wohl weniger bloggen, da etliche Arzttermine anstehen; Kardiologe, Neurologe, HNO-Arzt. Mir geht es leider nicht wirklich prickelnd und ich muss Etliches abklären lassen.
Wenn ich es schaffe, schaue ich gerne auf euren Blogs immer mal wieder vorbei.
Ich wünsche euch allen weiterhin eine wundervolle Herbstzeit mit vielen Genüssen in der Natur oder aus der Küche.




 

Samstag, 26. September 2026

Die Eule mit den Puschohren

Kennt ihr sie? Ganz bestimmt und vielleicht hat jemand sie auch schon im Garten gesichtet. Gerne hält sie sich in Tannen oder Fichten auf..........die Waldohreule.
Die ich euch jetzt zeige, entdeckte ich jedoch in einem Kirschbaum bei Bekannten. 

Ständig blinzelte sie.


Ich hatte den Eindruck, dass sie regelrecht kokettierte.
Und wieder so ein faszinierender Eulenblick.

Aber diese Waldohreule saß dort nicht alleine im Kirschbaum. Links weiter oben von ihr saß noch eine zweite. Sie war durch das dichte Blätterdach sehr gut verborgen und es dauerte schon eine ganze Weile, bis ich sie überhaupt entdeckte.
Tagsüber schlafen sie meistens in Bäumen, es sind nachtaktive Vögel. Man erkennt sie gut an ihren aufgerichteten Federohren und den orangegelben Augen. Ihr Habitat ist meistens der Waldrand mit Tannen und Fichten mit angrenzenden Freiflächen. Letztere sind wichtig für das Jagen genau wie beim Steinkauz. Auch sie ernährt sich zu 3/4 von Feldmäusen, der Rest setzt sich aus Waldmäusen, Wühlmäusen oder auch Kleinvögeln zusammen. Gejagt wird im Flug. Daher ist die Fortpflanzungsrate stark von dieser Nahrungskette, besonders den Mäusen, abhängig, was bei Steinkauz oder Schleiereule auch der Fall ist. Allerdings macht auch ihr intensiv genutzte Landwirtschaft in Bezug auf Artenerhalt sehr zu schaffen.
Sie baut keine eigenen Nester, sondern nutzt gerne Nester von Elstern oder Krähen. Brutbeginn ist März/April und nach ca. 28 Tagen schlüpfen die Jungen. Das Weibchen brütet alleine, das Männchen schafft die Nahrung herbei. Ein Gelege besteht aus 3 bis 7 Eiern. Nach ca. 3 Wochen verlassen die Jungen das Nest, sind aber noch nicht flügge. Sie sitzen dann auf Ästen in der Nähe des Nestes, daher nennt man sie auch in diesem Alter "Ästlinge". Mit etwa 5 Wochen sind sie dann flugtauglich, werden von den Eltern aber noch bis zur 11. oder 12. Woche gefüttert. Dann heißt es.....selbständig werden und sich selbst Nahrung beschaffen

So bin ich halt nicht nur storchenverrückt, nein, auch die Eulen haben mir es angetan.

In der letzten Zeit hatten wir stets eine grandiose Wolkenbildung bei meist stahlblauem Himmel. Ein paar Fotos von unterwegs. Gerne gehe ich im Feld im Bereich der Hohen Straße spazieren, dort, wo auch ein Teil unserer Windräder steht. Einmalig ist stets das Licht dort draußen.



Unser Zierapfelbaum, dessen Äpfel man durchaus verzehren kann, nur sind sie sehr sauer, hängt voll mit Äpfeln in diesem Jahr. Darüber werden sich die birdies sehr freuen. Meistens futtern sie sie, wenn die Äpfel etwas Frost abbekommen haben und somit weich werden.



Von Heidi/Trollspecht durfte ich diese wunderschöne, selbst gemalte Herbstkarte aus dem Briefkasten angeln,
Wie toll ist das denn? Sitzt da oben auf den Steinen eine Waldohreule? 
Einfach fantastisch sind ihre Aquarellmalereien. Auf der linken Innenseite befindet sich ein herbstliches Zitat mit Titel Herbstklopfen der Autorin Esragül Schönast. Zeigen kann ich es wegen dem Urheberrecht hier nicht. Heidi klebte unten links noch ein Bild einer Schwanzmeise mit auf.
Liebe Zeilen mit guten Herbstwünschen befinden sich auf der rechten Innenseite.
Liebe Heidi, hab vielen Dank für diese tolle Karte, mit der du mir eine große Freude bereitet hast.

Der Herbst zeigt sich noch nicht wirklich, da der Sommer uns noch zeigt, was er drauf hat. Warme Temperaturen sehen wir wieder, aktuell bei uns 25°, aber die Tage wird es weiter raufgehen, bis 30° oder darüber wurden prognostiziert.
Was leider weiterhin fehlt, ist Regen. Den bräuchten wir so dringend.

Mögt ihr auch gerne Herbstanemonen? Sie blühen zur Zeit wunderschön. Mit dieser weißen, ich mag weiße ganz besonders gerne, wünsche ich euch ein schönes und erholsames Wochenende.

Samstag, 19. September 2026

Tyto Alba Guttata

Nach dem letzten post, in dem ich euch die Schleiereule Tyto Alba Alba von ganz klein bis groß zeigte, bringe ich heute noch mal die mehr in Osteuropa vertretene Variante Tyto Alba Guttata mit, die eine dunklere Färbung aufweist.
Diese saß auf  der Fensterbank ein paar Häuser von mir entfernt. Es ist durchaus denkbar, dass sie sich auch mal in unserem Kirchturm aufhielt, obwohl wir dort nie eine Tyto Alba Guttata gesehen hatten.
Sie hatte die Augen geschlossen, wahrscheinlich wegen der Sonne.

Dann drehte sie den Kopf ein wenig.
Augen auf, wahrscheinlich hatte sie mich entdeckt.
Ich suchte mir eine andere Position, um sie noch einmal zu fotografieren.


Ich beobachtete sie eine ganze Zeit lang.

Jetzt wird es noch einmal spannend. Bei einer Kontrolle in einer Feldscheune flog eine adulte Schleiereule durch das Einflugloch des Eulenkastens der Scheune nach draußen, als wir das Scheunentor bewegten. Ich blieb extra draußen stehen, weil ich vermutete, sollte ein Altvogel in der Scheune sein, er die Flucht ergreifen würde. So war es dann auch. Es war eine Tyto Alba Alba
Schleiereulen brüten normalerweise ein- bis zweimal im Jahr, ganz selten sogar dreimal, sollte das Nahrungsangebot an Mäusen sehr groß sein.
Meistens brüten sie das 1. Mal im Mai, die Zweitbrut findet dann im Spätsommer statt. Hier handelt es sich jetzt um eine Zweitbrut von Anfang Oktober. Innerhalb der Brut sind die Kleinen unterschiedlich groß entwickelt. Der Stärkste ergattert das meiste Futter.
Ein Prachtexemplar oder?
Wie schön man die Tropfenzeichnung von der Seite erkennen kann.
Und jetzt schaut euch mal genau die drei weiteren auf dem nächsten Foto an. Bemerkt ihr etwas?
Die linke Eule ist dunkler, hat auch ein dunkles Gesicht, die beiden Geschwister sind hell. Das heißt, hier hatte sich eine Alba Alba mit einer Alba Guttata gepaart. Das erlebt man nicht oft.
Ganz schön scharfe Krallen
Hier sieht man ganz genau den Unterschied zwischen den beiden Varianten.
Auch am Rücken sehr gut zu erkennen, Alba Alba jetzt links, Alba Guttata rechts.
Eulen sind einfach wundervolle Geschöpfe.

Heute haben wir richtig schönes Spätsommerwetter mit noch mal 25°, blauem Himmel. Kürbisse laufen zu ihrem großen Auftritt hier überall auf.
Ich wünsche euch allen ein schönes und erholsames Wochenende

Dienstag, 15. September 2026

Tyto Alba von klein bis groß

Heute zeige ich euch noch einmal die Verwandlung von Schleiereulen. Bei uns in Europa findet man die Tyto alba, wobei es zwei Arten dieser Eule gibt, einmal die Tyto alba alba (ja, 2x alba) und des weiteren die Tyto alba guttata. Guttata abgeleitet vom lat. guttae = Tropfen, d.h. sie hat dunkle Tropfen auf hellem Gefieder mit bräunlicher Bauchunterseite. Oft ist auch die Maske (Gesicht) dunkel gefärbt. Verbreitet ist sie in Mittel- und Osteuropa

In diesem post geht es jetzt aber um Tyto alba alba, verbreitet ist sie mehr in Westeuropa. In Hessen wird diese Eule noch als gefährdet eingestuft. Es gibt immer weniger Brutmöglichkeiten und oft sind auch Kirchtürme versperrt.
Schleiereulen sind etwa 33 - 39 cm groß und haben eine Flügelspannweite bis ca. 94 cm. In Flugshows kommen sie oft auch zum Einsatz.
Zu 95 % ernährt sie sich von Feld-, Spitz- und Wühlmäusen. In Gewöllen fand man jedoch auch Skelette von Amphibien, Vögeln und Fledermäusen. Das ist aber ein ganz geringer Anteil, den man wahrscheinlich dann findet, wenn nicht genügend Mäuse vorhanden sind. Es gibt durchaus Jahre, in denen die Mäusepopulation zusammenbricht, ein Desaster für alle Vögel, die Mäuse als Hauptnahrungsquelle haben.

Hier ein Winzling, nicht mehr nackt, er hat schon etwas Flaum.
Es ist nicht einfach in dunklen Scheunen und Kirchtürmen zu fotografieren, da die Lichtverhältnisse natürlich sehr schlecht sind. Lange stören möchte man den Familienfrieden auch nicht.

Im Nistkasten
Typisches Kennzeichen für die Schleiereule ist das herzförmige Gesicht, besonders gut zu sehen auf dem nächsten Foto




Wenn man nicht fliehen kann vor dem Feind, was macht man da? Man stellt sich tot (verfällt in Akinese).


Bei ihr wird sich das Gefieder bald entwickeln.
Die Federn der Schwingen sehen schon prachtvoll aus und köstlich einfach die Frisur. :-)



Der Flaum ist kaum noch vorhanden und auf der Bauchseite erkennt man schon gut das Tropfenmuster.

Eine adulte Tyto alba guttata hatte ich auch mal bei uns in der Nähe unseres Kirchturms entdeckt, auch
fotografiert, das Bild konnte ich jedoch auf die Schnelle nicht finden.

Eulen sind bezaubernde Vögel und nicht nur ich bin ein Eulen-Fan, sondern von ihnen gibt es wohl viele. 

Eulenkissen, groß und klein, Türstopper und mehr entdeckte ich in einem Souvenirladen.


Sehr gefreut habe ich mich heute über diese tolle Ansichtskarte aus Quedlinburg von Vera/Arti mit lieben Grüßen von ihrem Road Trip durch Mitteldeutschland. Vielen Dank, liebe Vera.

Nun hoffe ich, ihr habt den letzten warmen Sommertag heute genossen oder genießt ihn noch.