Samstag, 24. Juli 2021

Sorge um Jungstörche

Am Donnerstag war ich mit einem Freund unseres Vereins in den Bornwiesen in Büdesheim, um nach den Jungstörchen auf dem Jägerhochstand zu schauen, da er zuvor von einem Jäger erfahren hatte, dass dieser an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die beiden Jungen stets alleine auf dem Hochstand sah und von den Altstörchen wäre weit und breit nichts zu sehen gewesen. Der Jäger vermutete, dass irgendetwas passiert sein müsste und die Jungen nun nicht mehr gefüttert würden.
Blick in die Bornwiesen, in der Bildmitte das ist aber der so genannte Auenmast. Er ist besetzt mit den 3 Jungstörchen. Der Blick auf den Jägerhochstand wird uns wegen der dichten Belaubung verwehrt.


Ich zoome den Auenmast mal näher heran.


Jetzt mussten wir, schaut man auf das 1. Foto, weiter nach rechts aber hier durch das hohe Gras, was extrem mühsam ist, da man auch nicht sieht, wie der Boden unter einem ist.
Auf dem nächsten Bild seht ihr 2 Jägerhochstände. Der linke steht noch vor der Nidder, der rechte in der Bildmitte ist der besagte mit den beiden Jungstörchen.
Weiter den Hang hinunter gehen, können wir nicht, sonst kommen wir zu tief und haben erneut keinen Blick auf den Ort des Geschehens.
Somit stellten wir hier das Spektiv auf und beobachteten. Ein Altstorch war nicht zu sehen.


Ups......nach einer ganzen Weile kam aber doch ein Altstorch angeflogen und würgte sofort Futter aus ins Nest. Die beiden Jungen stürzten sich gierig darauf.


Immer wieder würgte der Altstorch Futter aus, er muss zuvor sehr viel gefressen haben. Da aktuell aber gedroschen, Heu gemacht und gewendet wird, bekommen die Störche auch genügend Futter.



Dann ereignete sich etwas ganz anderes........
Für Nova bringe ich dieses Foto mit Zitat mit, denn sie sammelt heute wieder welche ein.



Dieses plötzliche Ereignis fand links von uns statt und ich sah es im letzten Moment.
Von der gemähten Wiese in der Bildmitte stieg ein richtig kleiner Tornado auf  und wirbelte Heu trichterförmig in die Luft.


Da ich so fasziniert dorthin schaute, weil ich so etwas noch nie gesehen hatte in dieser Form, kam ich gar nicht auf die Idee zu fotografieren, bis mein Freund sagte, das muss du unbedingt festhalten.


Wie gesagt, den Heutrichter konnte ich nicht mehr festhalten, aber dieses Schauspiel war phänomenal.
So schnell wie es kam, war es dann auch schon wieder vorüber.


Nachdem die beiden Jungstörche wohl alles aufgefuttert hatten, der Altstorch war inzwischen schon weggeflogen, begannen sie mit Flugübungen. Die beiden wurden später geboren als die anderen Jungstörche in unserer Gemeinde, aber noch wenige Tage, dann werden auch sie flügge sein.


Auf jeden Fall sind wir erleichtert, dass mit ihnen alles in Ordnung ist und sie weiterhin gut gefüttert werden. Sie sehen auch wohl genährt aus.
Vielleicht waren die Eltern, als der Jäger jeweils ansaß, auch wenn es stundenlang war, auf Futtersuche. In dem Alter, in dem die Jungen sich jetzt befinden, lassen die Eltern sie auch schon mal etliche Stunden alleine.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und keine Wetterkapriolen, sprich Katastrophen.


13 Kommentare:

  1. Liebe Christa, wie arg klopfte mein Herz beim Lesen
    Deiner Zeilen, ich hatte solche Angst um die Storchenkinder,
    dass wirklich etwas mit ihren Eltern passiert ist und sie
    nun keine Nahrung mehr bekommen...Aber zum Glück hat sich alles
    zum Guten gewendet, ich atmete tief durch.
    Das war ja ein spannendes Erlebnis mit dem kleinen Tornado,
    er hat wohl nicht viel angerichtet, was natürlich beruhigned ist.
    Dein ZiB ist einfach super!!!
    Sei lieb gegrüßt in Deinen Tag, Karin Lissi

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  2. Puh....jetzt habe ich bei der Überschrift einen Schreck bekommen, aber Ende gut alles gut. Das wird dann wohl so gewesen sein, aber dennoch gut dass der Jäger Bescheid gegeben hat. Lieber zu früh als spät, und wenn es sich dann positiv zeigt ist es um so schöner. Da freue ich mich echt sehr.

    Mit dem Tornado war bestimmt spannend und auch wenn man nicht wirklich was sieht, die Federn und was noch so fliegt zeigen sich und die Vorstellung wird animiert.

    Dein ZiB finde auch ich toll, und sowas von passend in der momentanen Lage. Ja, mit anpacken ist angesagt und das sollten sich auch viel mehr Menschen zu Herzen nehmen. Freue mich dass du damit dabei bist und danke dir vielmals dafür.

    Wünsche dir nun noch ein hoffentlich entspanntes Wochenende und sende liebe Grüsse rüber

    Nova♥

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  3. Auch ich bin sehr froh das es ein gutes Ende für die Jungstörche genommen hat liebe Christa. So etwas ist immer so traurig und das ihr das mit bangen Herzen verfolgt kann ich gut verstehen.
    Und dann noch so ein Tornado, ich habe zwar schon davon gelesen das es die jetzt auch hier gibt, aber gesehen habe ich noch keinen. Gut das es "nur" ein kleiner war.
    Die Worte von Dante finde ich einfach toll - ich werde sie mir gerne mitnehmen und merken,
    liebe Grüße
    Kirsi

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  4. Tornado!? Tatsächlich? Ach herrje, die Bilder zeigen es ja. Gut, dass es nur ein kleiner war. Sehr schön, dass es mit den Störchen ein gutes Ende gefunden hat. Auch wir hatten hier einmal einen mächtigen Sturm und ich hatte Panik davor, die Straßenlaterne könnte dabei umfallen oder ähnliches, denn die wackelte gefährlich hin und her. Sie ist direkt vor meinem Bürofenster und davor parkt mein Auto. Wenn die Laterne nachgegeben hätte, hätte es entweder das Auto oder das Fenster erwischt. Aber sie hielt stand. Das war damals auch sehr heftig gewesen. Überhaupt kann ich Stürme nicht ausstehen. Sie machen mir Angst.

    LG
    Sandra!

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  5. Liebe Christa,
    da bin ich aber sehr froh das die Jungstörche ihr Futter erhalten haben. Dein ZiB spiegelt die " Ist - Zeit " ( leider ) wieder, Dante hat das gut erkannt!
    Man könnte meinen, ich möchte ja nicht unken, der Wirbel, vielleicht eine leichte Windhose, ist der Vorgeschmack auf immer intensivere Wetter Kapriolen!
    Weiterhin viel Freude mit den Störchen, ein gutes Wochenende und liebe Grüße aus Oberfranken
    Lieselotte

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  6. Liebe Christa,

    solche Windhosen kenne ich noch von früher, weil wir da viel freier wohnten. Gleich hinter unserem Garten fingen die Felder an. Da konnte man das gut beobachten.
    Wenn man das, so wie Du so unterwegs beobachten kann, muss man ja wirklich Glück haben. Toll Deine Aufnahmen!
    Schön, dass die Jungstörche weiterhin versorgt werden. Das ist ja dann doch eine Erleichterung.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  7. Liebe Christa,
    ich bin froh, dass alles Gut ist und man sich um die beiden Jungstörche keine Sorgen machen muss.
    So einen Kleintornado habe ich auch noch nie gesehen, da hätte ich wohl auch das Fotografieren vergessen.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  8. Habe ich einen Schrecken bekommen, aber nun ist alles gut abgegangen. Ja, das kenne ich auch noch aus meiner Kinderzeit, die Jungstörche, ab einer bestimmten Größe, waren oft sehr lange alleine im Nest und auch wir Kinder hatten die Befürchtung, da ist was passiert, bis das erleichternde Klappern wieder zu hören war. Gestern trafen wir auf einem abgemähtem Acker mindestens 15 Störche, sie suchten dort nach Nahrung, bestimmt waren auch Jungstörche dabei, sie müssen ja schliesslcih lernen, ihr Futter selber zu suchen.
    Liebe Grüße
    Edith

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  9. Guten Morgen, liebe Christa, Dein Bericht liest sich geradezu abenteuerlich - da es plötzlich diesen Wirbelsturm gab. So schnell kann es gehen, es fühlte sich bestimmt eigenartig wenn nicht sogar bedrohlich an, lässt sich denken.

    Ganz in diesem illustren Sinne spricht auch Dein heutiges ZiB. Toll zusammengefasst und aktueller denn je. Apropos... Ich danke Dir für den ausführlichen Kommentar, auf den ich separat antworten möchte.

    Auf jeden Fall freue ich mich, dass es den Störchen gut zu gehen scheint. Dies ist bei dem augenblicklichen Starkregen keine einfache Situation. Und ich erinnere mich, dass vor einigen Jahren in Wertingen ein Nest im Regen auf der dortigen Kirchturmspitze regelrecht untergegangen war, was mich betroffen machte und ich nicht vergessen kann.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Heidrun

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  10. Liebe Christa,
    ich kann das gut nachvollziehen - hatte diese Sorge mal mit Tauben in meinem Fliederbaumnest. Da ist man sehr erleichtert, wenn die Eltern wieder kommen und es allen gut geht! Freue mich über das positive Ende dieser Sorge in Bezug auf die Jungstörche!
    Und der Minitornado - ein weiteres Abenteuer! Es passieren immer mehr ungewohnte, aufregende Dinge.

    Ganz liebe Sonntagsgrüße noch zu Dir
    Herzlich Liz

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  11. Liebe Christa,
    das war jetzt spannender als jeder Krimi. Erst die Sorge um die Jungstörche, dann die Sache mit dem Minitornado. Aber ich freue mich mit dir, dass es den Jungstörchen gutgeht. Über das Nest auf dem Hochstand wundere ich mich aber schon. Darf sich denn da noch ein Jäger reinsetzen?
    Liebe Grüße - Elke

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  12. Eine schöne Geschichte mit turbulentem Zwischenspiel und Happy End. So mag ich es. Gut, dass die Beobachtung eine falsche war und die schönen Tiere nicht verlassen!
    Ich hoffe, ich komme jetzt wieder mehr zum Kommentieren, denn ich habe meine lange Näh-Wunschliste abgearbeitet und meine Geburtstagspäckchen endlich gepackt. Das war jetzt neben der Aufräumerei im Keller alles ein bisschen viel, zumal dann auch noch vielen Besucher da waren und Handwerker usw. Ich freu mich jetzt auf eine geruhsamere Woche.

    Ich hoffe, bei euch tauchen jetzt nicht noch weitere eigenwillige Wetterphänomene auf.
    Alles Gute!
    Astrid

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  13. Schön, dass die Altstörche doch noch auftauchten. Da macht man sich echt Sorgen. Und so ein Naturschauspiel erlebt man auch nicht alle Tage.

    Liebe Grüße Sabine

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