Dienstag, 5. Juni 2018

Storchensituation im NSG Bornwiesen

Am 16. Mai zeigte ich euch in diesem post, etwas nach unten scrollen, dass sich auch bei dem Paar auf dem Funkmast an der Bahnlinie Nachwuchs einstellte. Allerdings entdeckte ich zu diesem Zeitpunkt erst ein kleines Storchenkind, aber......die beiden haben noch eins draufgesetzt.:-)

Mama Storch macht etwas Gymnastik.


Ich beobachtete sie eine Zeit lang, wollte aber dann doch gerne noch etwas weiter gehen. Als ich schon ein ganzes Stück entfernt war, zeigten sich die beiden Kleinen.
Die Sonne scheint und Mama Storch fungiert sofort als Sonnenschirm.
Auf dem Bild sieht man jetzt noch mal gut den Unterbau des Nestes auf der rechten Seite. Mit dem begannen sie, als noch die Flatterbänder auf dem Funkmast nach Räumung des Nestes gespannt waren. Als diese dann entfernt worden waren, wurde großflächig weiter gebaut.


Jetzt bin ich doch noch mal zurück gegangen, denn am Himmel entdeckte ich Papa Storch.
Ihn erkennt man ja gut am Ring am rechten Bein.


Landung, da geht die Gemahlung schon mal in Deckung.


Aber sie jubelt, die Freude ist immer groß.....


...wenn der Partner angeflogen kommt.

Gleich darauf ist Mama Storch in den Startlöchern.


Sie dreht noch einmal eine Runde über dem Nest, bevor sie ein Stück weiter entfernt auf die Wiesen fliegt.


Papa Storch hat selbstverständlich Futter mitgebracht und füttert ausgiebig die hungrigen Schnäbel.


Das angestammte Brutpaar auf dem Auenmast hat in diesem Jahr 3 Junge. Hier komme ich nicht näher heran, da der Horst inmitten von Schilf mitten im NSG steht.


Jetzt gehen wir zeitlich noch mal zurück. Da war dieses Paar in der Weide. Im letzten Jahr waren beide Altstörche dort unberingt. Sie zogen ein Junges "fast" groß, aber nur fast. Flügge wurde es nicht, eines Tages war es spurlos verschwunden. Vermutlich landete es im Bauch eines Waschbären.
In diesem Jahr trafen wir einen Bekannten aus dem Vorjahr an, ein Storch, der rechts beringt war und im letzten Jahr als Single in den Bornwiesen herumtingelte. Es ist ein Männchen und er dachte sich, da schnappe ich mir doch mal eine Frau und ziehe auf der Weide ein. Hier noch mal ein Bild, was ich noch nicht zeigte.


Wir beobachteten, dass die beiden brüteten und dennoch hat das Schicksal hier wieder zugeschlagen. Am 06.05.18 war das Nest nicht mehr besetzt. Das war kein gutes Zeichen. Was passiert ist, wissen wir nicht, aber es ist durchaus denkbar, dass die beiden durch Prädatoren gestört wurden.


Idyllisch zeigte sich die Weide am 02.06.18. Das Storchenpaar hatte in diesem Jahr das Nest noch mal richtig schön ausgebaut.


Auch wie schon im letzten Jahr bezog wieder ein Storchenpaar das Nest auf einem Pappelstumpf im Wald. Das Foto ist noch von Mitte April, die Bäume haben noch keine Blätter. Danach war es sehr schwierig, das Nest überhaupt noch zu erkennen.


Aber auch dieses Nest wurde verlassen.
So schön und natürlich diese Baumbruten auch sind, sie sind weitaus gefährdeter als Bruten auf einem Auenmast. Bei diesem ist der Mast glatt. Marder und Waschbären haben keine Chance dort hinaufzuklettern. Sollte es dennoch gelingen, kommen sie durch den großen Überstand der Brutplattform nicht ins Nest.
Schade für diese beiden Storchenpaare, denen es wieder mal nicht gegönnt war, Junge groß zu ziehen.

Nach so viel weiß/schwarz, blau und grün gibt es noch einen roten Farbklecks. :-)


Da Anne/Wortperlen heute wieder gerne "Rot" sehen möchte, schenke ich ihr diese rote Mohnblüte.



Kommentare:

  1. Da sind dir wieder fantastische Bilder gelungen, liebe Christa. Besonders das vom Anflug von Papa Storch finde ich klasse. Schade, dass es bei dem anderes Storchenpaar auch diesmal nicht geklappt hat. Unsere Amseln haben heuer auch kein Glück...
    LG, Varis

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  2. Liebe Christa,
    danke für diese wunderbaren Bilder von den Storchenfamilien! Wie schön ist es, sie mit ihrem Nachwuchs zu sehen, auch wenn es nicht bei allen geklappt hat!
    Hab einen zauberhaften Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  3. Das ist natürlich traurig, vor allem wenn man dann so gar nichts über den Verbleib in Erfahrung bringen kann. Da meint man als "Laie" dass so ein Baum doch noch durch das Laub besser wäre, also weil geschützter, aber weit gefehlt. Im Grunde auch klar weil Beutejäger da viel besser hinkommen.

    Schön aber zu lesen das es in diesem Jahr auch wieder Nachwuchs gibt. Drücke feste die Daumen dass sie noch alle durchkommen.

    Danke dir vielmals für die schönen Aufnahmen sowie die Berichte. Einfach klasse auch aus der Ferne immer so nah dran sein zu können.

    Wünsche dir noch einen schönen Tag und sende liebe Grüssle

    N☼va

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  4. Herrliche Fotoserie, liebe Christa,
    besonders schön anzusehen ist die stürmische Begrüßung des Storchenpaares.
    Gefällt mir, dass Du uns jedesmal etwas Interessantes über die Störche berichtest. So vieles weiß man ja als Laie nicht, gell.
    Der rote Mohn-Klecks sieht einfach schön aus, so sanft und zart.
    Fröhlichen Dienstag und lieben Gruß
    moni

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  5. Es ist so toll, dass du uns mit schönen Bildern von "deinen" Störchen auf dem Laufenden hältst. Dafür ein herzliches Dankeschön.
    Herzlich, do

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  6. ...wundervolle Bilder, liebe Christa,
    hast du da wieder mitgebracht...manchmal ist es nicht einfach, den natürlichen Lauf der Dinge zu akzeptieren, besonders, wenn man die Kleinen so beobachtet hat...

    liebe Grüße Birgitt

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  7. Liebe Christa,
    es ist schade, dass so viele Störche vergeblich ein Nest bauen. Um so mehr freue ich mich über den Nachwuchs, und ganz besonders über die beiden Jungen, die auf dem Funkmast groß werden. Denn ich kann mich noch gut an den Post erinnern, in dem Du uns gezeigt hast, wie das Nest entfernt wurde. Da freut es mich besonders, dass die Geschichte doch noch gut ausgeht.
    Die Bilder sind wunderschön und auch der Text dazu gefällt mir gut.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  8. Wunderbare Beobachtungen die du da gemacht hast, danke dass wir die herrlichen Bilder auch sehen dürfen. Es war mir eine Freude.
    L G Pia

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  9. Das fällt gar nicht leicht, die Natur manchmal zu verstehen, dabei ist es der normale Lauf der Dinge. Leichter dagegen ist dann, Deine so schönen und positiven Bilder zu bewundern und sich so richtig mitzufreuen!!!

    Liebgrüße,
    Tiger
    🐯

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  10. Traumhaft schöne Storchenbilder.
    Liebe Grüße

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  11. Liebe Christa,
    die Natur selbst kann so unbarmherzig sein. Wir Menschen freuen uns, dass es vielen Storchenpaaren gelingt ihre Brut groß zu ziehen, trotz aller Widrigkeiten und dann kommt ein "Räuber" daher und macht die Bemühungen zunichte.
    Ich war auch der Meinung, dass ein Baum den besseren Schutz bietet ...... denkste..... wieder etwas dazugelernt.
    Für Deine wunderbaren Bilder wieder herzlichen Dank, sie sind herzerfrischend.

    Hab' einen schönen Wochenteiler und liebe Grüße von
    Elisabetta

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  12. Hallo liebe Christa,
    ich freu mich über die neuen Storchenmeldungen.
    Ha, da haben sie doch glatt angebaut :-) freue mich auch das die beiden nun in Ruhe ihre Jungen groß ziehen können.
    Ach ne, erst freue ich mich über die tollen Neuigkeiten und nun muss ich etwas trauriges lesen :-( aber so ist eben die Natur. Manches mal verstehen wir sie einfach nicht oder wollen sie nicht verstehen.

    Ich war heute wieder schauen wie es unserm Storchenpaar geht, ob man nun endlich mal was sieht. Denkste, sie stand zwar im Nest und es sah aus als ob sie mit dem Schnabel etwas im Nest macht, aber zu sehen war nichts.
    Also heißt es weiter warten :-/

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Dienstag...
    Liebe Grüße
    Biggi

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  13. Hach ist das schön zu verfolgen, wenn du liebe Christa von den Störchen erzählst und sie bebilderst.
    Und ganz besonders freue ich mich über den roten Farbkleks...meiner Lieblingsblume!
    Hab recht herzlichen Dank dafür!!!


    Liebe Grüße

    Anne

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  14. Hallo liebe Christa,
    das sind aber herrliche Aufnahmen! Besonders angetan bin ich von dem Foto mit dem tanzenden Storch.Einfach toll!
    Liebste Grüße und noch einen schönen Abend,
    Christine

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  15. Wieder was dazu gelernt, sehr schön, deine Storcheninfos!
    LG
    Astrid

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  16. Schade, das waren heute nicht nur gute Nachrichten, aber ich freue mich für das Paar auf dem Funkmast sehr, über Deine gelungenen, tollen Fotos und die leuchtendrote Mohnblüte am Schluss!
    LG Heidi

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  17. Liebe Christa,
    herzlichen Dank für die immer wieder schönen Bilder. Sag mal, habt ihr tatsächlich Waschbären in eurer Gegend? Das höre ich ja zum ersten Mal.
    Lieben Gruß - Elke

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    Antworten
    1. Ja, Elke, hier tummeln sich viele Waschbären und gerade auch in diesem Gebiet. Da könnte ich viele Stories von Anwohnern erzählen.

      LG Christa

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  18. Der rote Farbklecks gefällt mir super gut, liebe Christa. ;-) Nein, ist natürlich Quatsch. Deine Aufnahmen sind wieder absolute Klasse. Du investiert dafür aber auch eine Menge Zeit, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Es macht immer wieder Freude, sich die tollen Fotos anzuschauen.
    Im Moment ist mir es aber lieber, hier kommt kein Storch vorbei, weil bei denen ja meine quakenden grünen Kumpels auf ihrer Speisekarte ganz oben stehen.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  19. Liebe Christa,

    Das Leben "deiner" Störche ist so spannend, und die Fotos
    absolute Spitze.

    Der rote Farbentupfer zum Schluss gefällt mir auch..
    Mohn ist immer wieder schön.

    Herzliche Grüsse
    Elke
    (promocia)

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  20. Liebe Christa,
    ich danke dir für deinen netten Besuch bei mir und so hab ich dich auch gefunden:)
    Toll,daß es bei dir in der Nähe gleich mehrere Storchenpaare gibt!
    Das sieht man bei uns leider nicht so oft,aber in diesem Jahr hatte ich auch Glück,ein Nest zu sehen!
    Schade,daß es öfters nicht mit dem Nachwuchs klappt:(
    Sehr schöne Bilder!
    Sei ganz lieb gegrüßt von
    Kristin

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  21. ach wie schön diese NAH- Fotos vom Storch
    sei herzlichst gegrüßt
    christin

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